v H. e. Schemske v
Hinweis: Im Dokument können Sie sich mit den Hyperlinks
oder
mit den vor und zurück
Pfeilen ihres Browsers bewegen
oder Sie
klicken auf einen der untenstehenden Buchstaben ▼
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
v
v
A
Der uralte Akkadische
Name deutet auf eine Geistesstufe von hoher Erleuchtung hin. Das Wort kommt
von Akkadisch ar = Wasser und en = Himmel, also bedeutet der
Name „das Wasser, das von den Himmeln kommt.“ Ach, das Wort heißt die
Glänzenden sind Himmelswesen, Machtwesen, Dämonen. Auch Verklärte
werden in der Alt-Aegyptischen Sprache Ach genannt. Um sie gnädig zu stimmen,
sind besondere Opfer notwendig. Es ist überliefert, dass
bereits im Alt-Aegyptischen Reich, etwa 3000 v. Chr., Wesen gesehen wurden,
die Toten an Gestalt glichen, jedoch ohne einen leiblichen Körper zu
besitzen. Selbst Götter hatten zuweilen ihren Ach. Das Wesentliche für einen
Menschen ist, keine unerledigten Geschäfte mehr auf dieser Erde zu Ende
führen zu müssen, um nicht die Ach-Seele zu belasten. Das Wort Ach bedeutet
auch Überirdische Macht. Eventuell lässt sich das Wort mit
Seele oder Geist übersetzen. Acht Die Zahl
Acht ist eine Göttliche Zahl, sie ist die vollkommene Zahl des irdischen
Quadrates und der Kreise der Himmel. Die Aegyptische Überlieferung kennt die
Achtheit der Götter. Sie ist die Zahl der Wiedergeburt und die Zahl der
Einweihung, denn hat man die sieben Prüfungen erfolgreich durchlaufen, ist
die achte Stufe, die Erleuchtung, erreicht. Die frühen Kapellen sind
achteckig, ebenso viele Taufsteine. Die Acht ist die Summe der Zahlen Eins,
das Göttliche, Drei, der Seele, und der Vier, des Menschen mit vier Gliedern.
In der Kabbala
ist die achte Sephirah die Hod, der strahlende Glanz der Gloriole. Die schützende Amulette
tragende breite Halskette aus Perlenschnüren der Alten Aegypter, die Aegis,
hat eine magische, Dämonen scheuchende Wirkung. Die daran hängenden Amulette
müssen geschenkt und aus edlem Gold sein. Agni, das Feuer, ist der
Gott des Feuers. Das Wort Agni ist verwandt mit Lateinisch ignis,
Litauisch ugnis, Englisch ignite, Russisch ogon. Agni
ist der Spender von Wärme und Leben, er schützt die Menschen und vernichtet
ihre Feinde. Er ist das Opferfeuer und das Opfer selbst, Agni als Freund der
Menschen tritt ein für sie bei den Göttern. Agni ist zuerst auch das von den
Himmeln herabgestiegene Feuer. Der Gott des Feuers
spielt eine große Rolle in den Riten für die Hochzeitsvorbereitung und zur
Grablegung der Toten. Agni als das Feuer ist
auch in den Menschen selbst enthalten, als „Verdauungsfeuer“ wie auch als das
Feuer seiner geistigen Energie. Dies ist ganz wörtlich zu verstehen, denn als
Wärme-Energie liefert der Mensch umgerechnet etwa 150 W (Watt) Elektrische
Energie. Eigentlich ist der Mensch eine leuchtende Fackel reiner Energie, er
trägt die Flamme des Ewigen Lebens im Feuer seiner
Seele. Die das Ich schaffende
Kraft. Die Lehre der
Überlieferung spricht von den Ahnen, die in Kulthandlungen verehrt wurden.
Der Ahnenkult des Altertums ist die wichtigste Form des religiösen Glaubens
bereits im Jungpaläolithikum. Grundlage des
Ahnenkultes ist die Vorstellung vom Weiterleben der Seele nach dem Tode. Den Kulthandlungen liegt
der Glaube zugrunde, dass die Geister der Ahnen auch über das Schicksal der
Lebenden bestimmen. Sie müssen daher günstig gestimmt werden. Dazu dienen
Opferungen in genau festgelegter Form. Auch die Ahnen von
Feinden fallen darunter, um sie von Racheakten abzuhalten, opfert man auch
ihnen. Heute hat sich der Ahnenkult
besonders im Kreise der Familien erhalten. Die Lehre der Perser
spricht von Ahuramazda als oberstem Weltschöpfer, der das Gute, das Wahre und
mit Mithras das Licht verkörpert. Sein Gegenspieler
ist Ahriman, der das Prinzip des Dunkels und des Bösen vertritt. Die
Gottheiten dieser Lehre wurden nicht in menschlicher Form verehrt, obwohl die
Überlieferung in dieser Weise von ihnen spricht. Akkad ist die Hauptstadt
des gleichnamigen Staates in der Gegend von Sippar am Euphrat in der Nähe von
Babylon. Die Stadt und das Herrscherhaus wurden von König Sargon um 2350 v.
Chr. gegründet, nachdem er das Reich Sumer erobert hatte. Die Akkadier lösten
die Kultur der Sumerer ab, behielten aber Sumerisch als Sprache der
Wissenden. Die Sprache Akkadisch ist ursprünglich das semitische
Alt-Akkadisch. Die Literatur der Akkadier tradiert die ältere Literatur der
Sumerer, die uns häufig nur in dunklem Akkadisch erhalten ist. Sie umfasste
vor allem Mythen, Epen, Spruchweisheiten, Hymnen, Gebete und bewahrte eine
große Weisheitsliteratur. Die Götter Akkads sind Schamasch,
der Sonnengott, und Sin, die Mondgottheit. Die Göttin Ischtar ist der
sumerischen Inanna gleich zu setzen. Gewaltig ist das Wissen der
Sternenkundigen Akkads. Das Gilgamesch-Epos ist
uns in Akkadisch in der Keilschrift-Bibliothek des Assurbanipal (668-627 v.
Chr.) als eine echt akkadische Schöpfung erhalten. Herausragend ist auch das
Weltschöpfungs-Epos. Es gibt eine ausgeprägte Kult-Lyrik sowie Beschwörungen
zur Abwendung von Krankheiten, Unglücksfällen und zur Dämonenabwehr. Hatte man Grund zur
Annahme des Einflusses böser Geister, sprach man die überlieferten
Gebetsbeschwörungen. Die akkadische Sprache
lebte etwa 2500 Jahre und war etwa 2000 Jahre verschollen, bis die
Keilschrift-Texte von G. F. Grotefund (1775-1853) entziffert werden konnten. Akupunktur
Die Lehre des Stechens
mit Nadeln, so heißt das Wort auf Lateinisch, ist die uralte Heilmethode
des Alten China. Sie ist Jahrhunderte vor ihrer ersten schriftlichen
Erwähnung (Han-Dynastie, etwa 200 v. Chr.) in Gebrauch gewesen. Die
Akupunktur ist eine sehr frühe Form der Neuraltherapie, bei der ähnlich wie
bei der Moxibustion Nadeln in verschiedener Form
aus Gold, Silber, rostfreiem Eisen (Meteor-Eisen) an bestimmten Stellen in
die Haut des Patienten gestochen werden. Die Wirkung ist klinisch
nachgewiesen, der Wirkmechanismus aber ist bis heute nicht bekannt. Die
Leitlinien der Energie innerhalb des Körpers konnten gezeigt werden, ihre
Natur ist aber unbekannt. Diese Punkte hoher
Energiedichte jedoch können auch von computergesteuerten Nadel-Geräten
aufgefunden werden, die elektromagnetisch bewegt werden, um nach dem
Auffinden dieselben Stellen zu stimulieren. Hierbei wird der Laptop etwa in
Taipeh, der Hauptstadt Taiwans, per ISDN mit dem Zentralcomputer in Beijing,
China, verbunden und liefert sofort exakte Ergebnisse. Dies wurde vom Autor
anlässlich einer Vortragsreise persönlich festgestellt und im Selbstversuch
überprüft. Die Lehre entstand im
griechisch sprechenden Aegypten als chymeia, später wurde der
arabische Artikel hinzugefügt. In ihr verbinden sich religiös-psychologische
Deutungen mit magischen Rezepten als geheime Kunst. Es liegt ihr die Vorstellung der prima materia des
Aristoteles zugrunde, die selber qualitätslos, im „schwarzen“ Zustand ist,
durch chymische Behandlungen der Urmaterie die Eigenschaften gewünschter,
meist edler Metalle geben zu können. Wege: Die Fermentation,
das ist die Anwendung des Elixiers, oder des Steines der Weisen, ist durchzuführen, das Ergebnis ist die
Transmutation. Man wusste bereits, dass die Natur die Herstellung künstlicher
Stoffe nicht erlaubt, also muss durch Beschwörung und Gebet die Natur veranlasst
werden, den Vorgang natürlich ablaufen zu lassen. Nur unter bestimmten
astrologischen Konstellationen der Gestirne, die gleichzeitig eine Läuterung
der Seele des Adepten bewirken, ist das Werk möglich. Gelingt das Große
Magisterium, werden die Himmel und die Erde eins, bilden eine mystische
Einheit. Alchemistische
Zeichen Die Symbole der Alchemie
umfassen den Merkur, dieses androgyne Zeichen steht für Quecksilber,
das entscheidende Hilfsmittel, um die materia prima, die elementare
Materie in Vollkommenheit zu verwandeln. Hierdurch werden zwei gegensätzliche
Kräfte vereint. Das Feuer ist das
zentrale Element in der Alchemie. Es ist die Kraft der Sonne und des Lebens, es
steht im Gegensatz zu Wasser. Es hat das umgekehrte Feuerzeichen, ist
dem Monde geweiht, und beide zusammen erzeugen fließendes Feuer oder feuriges
Wasser. Somit ist die Vereinigung von forma (Wesen) und materia
(Substanz) wie die Vereinigung von Geist und Seele. Die Luft steht im
Gegensatz zur Erde. Sie hat passive Hitze, ähnelt dem Feuer. Aus
erstarrtem Wasser schließlich wird Erde. Das Symbol des Drachen
weist hin auf die Stoffe Quecksilber, Schwefel und Salz, diese drei
philosophischen Elemente sind die Bestandteile der Urmaterie, der materia
prima. Sie kann in den Stein der Weisen, den Lapis
philosophorum verwandelt werden. Der Drache weist darauf hin, dass der
Ausgleich zur vollkommenen Einheit, der conjunctio führt, nach der die
Menschen streben sollen. Das Wort kommt von
Lateinisch alta für hoch und ara, Brandaltar von Gotisch as
für heiß. Ein Altar ist ein sakraler Platz, in der Urzeit einfach eine
Erdanhäufung, auf der ein Baum stand oder ein Mal, ein
Zeichen gesetzt wurde. Dies war in früherer Zeit aus Holz, später aus Stein. Die Opfer werden als
Speise-, Trank- oder Rauchopfer gebracht. Ältester Mensch
Der älteste Mensch der Welt ist eine Frau. Sie wurde am
27. Januar 1875 in Dominica geboren. Elizabeth
genannt Pampo Israel ist die Enkeltochter einer Sklavin aus Afrika.
Lange vor der Unabhängigkeitserklärung wurde die Großmutter von Elizabeth
Israel zu der Karibik-Insel Dominica verbracht. Diese wurde zwischen 1770 und
1775 geboren. Pampo war das erste von sechs Kindern. Mit 12 Jahren
arbeitete Pampo bereits. Die Jugend war vorbei, die Arbeit war hart. Elizabeth Israel starb am 14. Oktober 2003. Das Altpaläolithikum
wird auch die ältere Altsteinzeit genannt, besitzt verschiedene
Kulturstufen, es endet gegen das Jahr 180 000 vor Christus. Die zweiteilige Wurzel
der Mandragora vernalis L. aus der Familie der Nachtschattengewächse kann
menschenähnlich aussehen und enthält giftige Halluzinogene, sie ist das
Symbol der Großen Mutter. In der Überlieferung gilt sie als Symbol der
Fruchtbarkeit, auch der Verzauberung. Die Weisen Frauen
benutzten sie als Heilmittel und magische Kraft zur Erlangung von Gesundheit
und Wohlstand. Die Pflanze hat einen
bitteren, scharfen und ekelhaften Geschmack sowie einen stinkenden, die Kopfnerven
unangenehm beeinflussenden Geruch. Die Rinde ist offizinell, sie wirkt bei
entzündeten Geschwüren zerteilend und entzündungswidrig. Alraun enthält das
giftige Tropan-Alkaloid. Dieses Narkotikum wirkt antineuralgisch. Die zweigeteilte Wurzel
ist in der Akkadischen Überlieferung als Dudaim und in der Weisheit
der Chaldäer als Jabruchin bereits in der Vorzeit bekannt. Der
persische Name Merdun Giah heißt übersetzt Pflanze des Menschen.
Die Aegyptische Überlieferung im Papyrus Ebers genannten Dokument aus
dem 16. Jhdt. v. Chr. erwähnt in 877 Rezepten auch die Alraun neben Olivenöl;
Stechapfel; Styrax; Hanf; Opium, der Pflanze der Freude; dem Weihrauch; der
Myrrhe; Aloe Vera, Wacholder, Thymian und anderen. Das Ausgraben der Wurzel
der Alraun muss unter Hersagen der überlieferten Beschwörungsformeln
erfolgen, damit sie ihre magische Wirkung behält. Das Herausziehen aus dem
Boden darf nicht durch die menschliche Hand erfolgen. Die Heilige Hildegardis
empfiehlt die den Versuchungen des Teufels mehr als alle anderen Pflanzen
ausgesetzte Alraun mit frischem Wasser zu waschen, sie mit einem weißen Hemd aus
Seide, einem roten Seidenjackett, einem Rock sowie mit einem schwarzen
Samtmantel und ebensolchem Barett zu bekleiden und sie zu sich ins Bett zu
legen, um von allen Bekümmernissen und aller Not entledigt zu werden. Unter Anzünden zweier
Kerzen soll man sprechen, Oh Herr, der du den Menschen aus Erde ohne
Schmerzen gebildet hast, hier lege ich dieselbe Erde, welche noch niemals
gesündigt hat, zu mir, dass meine eigene sündige Erde jenen Frieden, den sie
ursprünglich besaß, wieder erlange. Die Alraun ist ein gutes
Mittel gegen das Behextwerden und man unterscheidet bei ihr Männlein und
Weiblein. Es muss allerdings gegen den Kauf von Alraunwurzeln gewarnt werden,
dabei handelt es sich nur zu oft um missratene Zaunrübenwurzeln. Der „Gott“ der Liebe ist in Wirklichkeit ein Dämon: „Wenn
Venus Aphrodite’s Sohn, der geflügelte kühne Knabe, der mutwillig und frech
aller Zucht spottet, des Nachts in den Wohnungen der Sterblichen umherschweift,
die Eheleute verführt, die größten Ruchlosigkeiten ungestraft ausübt und
überall nichts als Unheil stiftet...“ (Zitiert nach Apoleius) Die ursprüngliche Bedeutung dieses Weisheitszeichens liegt
fern im Dunkel der Vergangenheit, es symbolisiert Leben und Unsterblichkeit,
das Universum, Macht, Luft und Wasser. Es ist zusammengesetzt aus dem T-Kreuz
des Ägyptischen Osiris und dem Oval der Isis,
es kann die Pforten des Todes aufschließen. In der Magie ist es das Zeichen
von Frieden und Wahrheit. Der Überlieferung nach
ist die Stadt Arinna der Kultort der Göttin Wuru Schemu, der obersten
Lichtgöttin, die sich zu bestimmten Zeiten auf der Spitze der ihr geweihten Ziqqurrat niederlässt. In ihrem Namen ist das
Wort Schem, Akkadisch für Name enthalten, gemeint ist der Name
Gottes. Arzneipflanzen oder
Heilpflanzen sind Wild- oder Kulturpflanzen, die zu offizinellen Zwecken
benutzt werden. Die Inhaltsstoffe der Pflanzen sind für die Wirkung
verantwortlich. Das Wissen um die heilsame Wirkung der Pflanzen ist
Bestandteil der kulturellen Überlieferung der frühesten Menschheit. Im alten
Griechenland, so wird in der Ilias, den zunächst mündlich überlieferten und
dann von Homer aufgeschriebenen Geschichten von Odysseus erzählt, wurden die
Heilpflanzen von weisen Frauen gesammelt. B
Die Königin von Saba
wird in der Überlieferung der Alten Balkis genannt, das ist Mondpriesterin. Ihr
Tempel hieß Haram Bilqis, der Tempel der Balkis. Das Wort Haram kommt von
Sabäisch al maqua Mond, darin steckt die Wortwurzel aq für
Wasser, noch sichtbar in Lateinisch aqua Wasser. Wir kennen das
sabäische Wort für Mond, al maqua, auch als Lateinisch alma, die Jungfrau. Baum des Lebens Dieses Symbol ist eines
der Ursymbole der Menschheit. Der Lebensbaum, Lateinisch arbor vitae,
steht für das Ewige Leben, für die Wiedergeburt und für den Kosmischen Baum,
Lateinisch imago mundi. Der Baum des Lebens steht im Mittelpunkt der
Welt, sein Stamm ist die Weltenachse, die axis mundi. Er stellt die
Schöpfung selbst dar, seine Wurzeln wachsen in die Unterwelt und seine Zweige
in die Himmel. Die Blätter sind der Ort, wo die Schicksale der Menschen
aufgeschrieben werden, und seine Früchte sind die des Ewigen Lebens.
Das Bild des umgekehrten Lebensbaumes findet man in den Sephiroth der Kabbala. Dies symbolisiert das Streben des Menschen nach Erleuchtung.
Die Sonne setzt sich auf die Spitze des Lebensbaumes, wie der Obelisk ist er die Quelle allen Lebens. Der mystische Baum des
Lebens wird von dämonischen Ungeheuern, etwa dem Leviathan,
bewacht. Die Suche nach ihm ist der Weg der Eingeweihten, im Englischen
Quest genannt. Die Tugend der
Bescheidenheit ist eng verwandt mit der Demut. Der Satz Goethes, Freude ist
erfüllte Pflicht, wird wie die genannten Tugenden, heute oft missverstanden.
Bescheidenheit bedeutet die Akzeptanz des Willens Gottes. Eine falsche
Bescheidenheit jedoch wird leicht zur Unterwürfigkeit und man verrät dadurch
sein wahres Selbst. Der schlimmste Fehler, den man als Adept, aber auch als
Meister des Weges machen kann, ist die Hybris. Die Dreiheit der
Erdgöttinnen wird die Drei Bethen genannt, es sind dies Ambeth, Wilbeth und
Galbeth (oder Gorbeth), auch Jul-Beth genannt. Sie sind Erdgottheiten, wobei
Wilbeth als Mondgottheit verehrt wird. Das Julfest ist unser heutiges
Weihnachtsfest. Somit ist die Jul-Beth eigentlich das Christkind, und viele
Schwarzwälder sagen auch heute noch, wenn man sie nach dem Geschlecht vom
Christkind fragt, ohne Zögern: „Ein Mädchen!“ Wie der Mond drei Phasen hat,
so werden die Drei Bethen als Dreiheit abgebildet, als Jung(e) Frau, als
Matrone, und als Alte (Weise) Frau. Die Heilige Pflanze der
Drei Bethen ist die Soma-Pflanze. Blutwurzel wird auch
Tormentill, Ruhrwurz, Siebenfinger oder Dilledapp genannt, der lateinische
Name ist Portentilla erecta L. Die Blutwurzel gehört zu den Rosaceae,
den Rosengewächsen und enthält etwa 20 % Gerbstoffe.
Man kocht die geschnittene Wurzel mit Wasser als Tee ab. Blutwurz wird
innerlich bei Durchfällen, äußerlich in der alkoholischen Tinktur zu
Mundspülungen verwendet. Man kann auch einen Schnaps durch Ansetzen mit
Alkohol herstellen. Beim Sammeln ist
besonders auf die Verwechslungsgefahr zu achten: Fingerkräuter haben fünf,
Blutwurzel hat als einziges vier Blütenblätter. Buddha wird spät als
Mensch abgebildet, die heute bekannte Figur des Shakyamuni mit den langen
Ohren und der Spitze auf dem Kopf entstand im 2. Jahrhundert nach Christus.
Buddha wird oft mit seinen Attributen abgebildet, die 32 Wege der Erlösung,
eine Gloriole, oder das dritte Auge, die Urna, mit dem das spirituelle Sehen
symbolisiert wird. C
Dieses auch Heroldstab,
Griechisch kerykeion genannte Symbol steht heute allgemein für
Medizin, insbesondere der klassischen Homöopathie. Der Zauberstab mit der
kugelförmigen Spitze ist hier geflügelt, was auf den Götterboten Hermes
hinweist, und zwei sich fixierende Schlangen umwinden ihn gegenläufig, was
auf die Zwei Welten hinweist. Diese Form des
wirkmächtigen Zauberstabes weist auf die
Vereinigung der Gegensätze hin, auf Ausgewogenheit inmitten der Widersprüche der
Welt und auf den allem zugrundeliegenden Dualismus. Chörten sind die
tibetischen Sonderformen der Stufenpyramiden.
Sehr ähnlich sind die chinesischen Stupas. Bei den
Chörten handelt es sich um buddhistische Symbole, die aus einfachen
Grabhügeln hervorgegangen sind. Sie markieren heilige Stätten. D
Das Symbol ist auch als Siegel
des Salomon bekannt, es hat schützende Kräfte und magische Eigenschaften. Es
besteht aus zwei sich überlagernden Dreiecken, eines zeigt nach oben, das
andere nach unten, zusammen bilden sie einen sechseckigen Stern oder ein
Hexagramm. Es ist die Vereinigung der Gegensätze. In der Überlieferung
symbolisiert es die Einheit der Elemente der beiden Welten,
wobei das obere Dreieck das Feuer bedeutet, und das untere das Wasser, sowie
Männlichkeit, Weiblichkeit, Körper und Seele. Der Davidstern ist das Symbol
der Schöpfung, seine sechs Punkte, mit einem mystischen siebten kombiniert,
stehen für Verwandlung. 1.)
Geistige
Wesenheiten, die den Menschen nicht wohl gesonnen sind. 2.)
Geistige
Wesenheiten oder Kräfte, die vom Menschen selbst geschaffen worden sind. Ihre
Kraft beruht nicht so sehr auf Eigenem, es ist eher das Fehlen von Liebe. Die Große Mutter Das Symbol der
Weiblichkeit ist eine urgeschichtliche Muttergottheit,
die bereits seit frühesten Zeiten in kleinen Statuetten mit stark
ausgeprägten Geschlechtsmerkmalen verehrt wurde. Die Zahl
Drei entspricht der Zahl des Mondes, der Frau, und dem Wasser, sie ist das
geometrische Symbol des Dreiecks und die weibliche Ganzheit. Sie
repräsentiert alle Aspekte der Schöpfung und steht für die Dreiheit Mensch,
Himmel und Erde. Sie ist die Zahl der Zeit, des Werdens und des Vergehens,
der Geburt, des Lebens und des Sterbens. Sie symbolisiert Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft. Sie steht für Körper, Geist und Seele. In der Kabbala
ist die dritte Sephirah Binah, die Lebenskraft selbst und die
Intelligenz. Das Wort Drogen kommt
von französisch drogues, von niederdeutsch drogefate,
Trockenfässer. Drogen sind Naturprodukte, arzneilich verwendete
Pflanzenteile, Wurzeln, Stengel, Blätter oder Blüten, die meist getrocknet
und zerkleinert in den Handel gelangen, meist in Apotheken. Rohdrogen werden
aus Arzneipflanzen gewonnen. Drogen aus dem Tierreich
sind etwa Lebertran, mit viel Vitamin E aus der Leber des Dorsches, Moschus,
aus der Duftdrüse einer Hirschart gewonnen, oder Walrat. Aus dem Mineralreich
ist es Bolus, Ton, daraus gewinnt man Heilerde, und auch Schwefel. Drogen
werden auch die Genussgifte oder andere, auch medizinische Stoffe genannt,
die eine Abhängigkeit hervorrufen können, wie Tabletten, Tabak oder Alkohol,
bei denen Missbrauch gefährlich ist, weil man von der Sucht nur schwer, manchmal
gar nicht loskommt. Dominica heißt offiziell The
Commonwealth of Dominica. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs
und liegt zwischen den französischen Inseln Guadeloupe und Martinique in der östlichen
Karibik, ungefähr 15 Grad Nord und 61 Grad West. Dominica ist die größte und
gebirgigste der Britischen Windward Inseln, in den Kleinen Antillen in den
West Indies. Die Weisen Frauen von Dominica wissen um die Heilkräfte
eines bestimmten Steines, den die schwangeren Frauen zerreiben und einnehmen.
Sie beugen so Mineralmangelerscheinungen in der Schwangerschaft vor und
ermöglichen sich überdies ein extrem langes Leben. Auf Dominica lebte die älteste Frau der
Welt, sie heißt Elizabeth genannt Pampo Israel und wurde 127 Jahre
alt. E
Das Wort Elixier kommt
von arabisch al iksir, und von griechisch xerion, das Trockene,
in der Alchemie ist das Elixier des Lebens gleichbedeutend mit dem Stein der
Weisen, der zur Transmutation der Metalle bestimmt war. Für den medizinischen
Gebrauch wurde er abgeschabt und verdünnt als aurum potabile, als
trinkbares Gold oder Goldelixier gereicht. Das Abschaben von Stein
ist seit den Anfängen der Menschheit geübter Brauch, an prähistorischen
Steinen sieht man oft halbkugelförmige Näpfchen, die kommen vom Abschaben.
Das Steinpulver hat man wahrscheinlich mit Blut oder einer anderen Flüssigkeit
zu sich genommen, um sich zu heilen. Das Elixier des Lebens, Lebenselixier, soll hauptsächlich das Leben
verlängern. Auf der Insel Dominica bereiten die Weisen Frauen für die Zeit der Schwangerschaft
ein Pulver aus weißen, kalk- und mineralhaltigen Steinen zu, die sie in der
Erde finden. Diese enthalten Kalzium, das für das Wachstum der Zähne nötig
ist. Wenn man nicht genügend Kalzium hat, muss der Körper, der es für die
Zähne des Embryos braucht, diesen aus den Zähnen der Mütter entnehmen. Dabei
würde Zahnausfall drohen. Die Lebenskraft selbst
wird erhalten, das Leben verlängert. Die Zahl
Eins steht für die Schöpfung, die schöpferische Kraft und die höchste
Gottheit. Sie ist ein Symbol für die Einheit, die Ganzheit und die
Erleuchtung. Sie repräsentiert die Gestalt Gottes und des Menschen. In der Kabbala
ist die Eins die Krone, die Sephirah Kether und Symbol für die
Inspiration. Die Engel sind Boten
Gottes und werden bereits in der Überlieferung der Alten Akkadier erwähnt. Es
sind spirituelle Wesen, sie sind Vermittler zwischen den Himmeln und der
Erde. In neun Rängen gestaffelt, sind sie in dreifacher Hierarchie geordnet
als Seraphim, Cheruben, Throne, Kräfte, Mächte, Heerscharen, Fürstentümer,
Erzengel und einfache Engel. Die Erzengel verkörpern Aspekte Gottes, sie
schützen vor Dämonen und geleiten und schützen die Menschen. Der Erzengel
Michael trägt das kreisende Flammenschwert, Raphael den Pilgerstab,
Uriel das Buch und Gabriel die Lilie. Die Engel stehen für Schutz,
Weisheit, Liebe und Gnade. Jeder Mensch hat, wie
jeder Stern, seinen eigenen ihn liebenden Schutzengel. Die echte Engelwurz wird
auch Brustwurz genannt, der lateinische Name ist Angelica archangelica
L., die Pflanze ist offizinell. Man darf die Echte Engelwurz nicht mit
anderen Doldengewächsen, etwa dem Schierling, oder der Waldengelwurz, Angelica silvestris L. verwechseln.
Zu beachten ist, dass die frische Wurzel sowie der frische Pflanzensaft
phototoxisch wirkt, also in Verbindung mit Sonnenlicht giftig ist und
Ausschläge verursachen kann. Die Überlieferung nennt
die Pflanze heilige Geistwurzel, Erzengelwurzel, Theriakwurzel, ihr Geruch
ist durchdringend gewürzig, ähnlich dem Fenchel. Die echte Engelwurz ist
Dämonen scheuchend und Geister bannend. Ihre Kräfte hat sie von den Segnungen
der Erzengel, daher der Name. Die Inhaltsstoffe sind
Ätherisches Öl, hauptsächlich Terpene, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Harz,
Furocumarin, organische Säuren und andere organische Substanzen. Die Wirkungen sind
verdauungsfördernd, nervenstärkend, allgemein anregend, Harn- und
schweißtreibend und den Stoffwechsel fördernd. Gewinnung: Die Wurzeln
von etwa zweijährigen Pflanzen ausgraben und lufttrocknen, bei nicht mehr als
35° C. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Pflanze stark
hygroskopisch ist, also Wasser anzieht. Die Aufbewahrung muss demnach luftdicht
verschlossen, dunkel, trocken und kühl, am besten über gebranntem Kalk
erfolgen. Die echte Erleuchtung
sucht der Weise oft vergebens, dem Kinde wird sie meist geschenkt. Das
lebendige, strahlende Licht ist der mentalen Erleuchtung zugehörig. Das Licht
ist auch ein Symbol des Verstandes oder des Bewusstseins, fehlt es, ist man
oft im Dunkel der Angst. Schwierigkeiten und Ängste müssen aber überwunden
werden, um in der Entwicklung nicht stehen zu bleiben. Das Unterbewusste
kommt beim Angriff auf die Probleme zu Hilfe, man sieht Licht am Ende des
Tunnels. Es ist die Kraft der Liebe. Die Anwesenheit Gottes
manifestiert sich oft in Erscheinungen, folgt man diesen Spuren, findet man
Erleuchtung, Transzendenz. Ewiges Leben
Die Überlieferung
spricht vom Ewigen Leben als einer Tatsache. Näheres findet sich in
dem Buche
von H. M. Schemske, Die Heilenden Kräfte der Düfte, Bohmeier Verlag,
Lübeck, Erste Auflage 2002, ISBN 3-89094-359-4 F
Das Farnkraut ist das
meist verwendete Zauberkraut, der gemeine Waldfarn hat den lateinischen Namen
Nephrodium filix mas und gehört zu der Gattung der Aspidium. Wenn man
aus dem Strunk der jungen Pflanze früh im Jahreskreis eine Menschenhand
schneidet, hat man die in der Überlieferung beschriebenen Johannis- oder
Glückshändchen. Diese schützen gegen Unglück, bringen den Segen der oberen
Welten auf den Träger herab und sind unentbehrlich beim Zubereiten der
Freikugeln, welche stets das gewünschte Ziel treffen. Wo Farnkraut ist, sind
Dämonen fern. Farnkraut ist als Wetterschutz dienlich und als Erdspiegel, mit
dem man Kristalle finden kann. Mit getrocknetem
Farnkraut gefüllte Matratzen wirken gegen Krämpfe, Gliederweh, Rheumatismus
sowie gegen Kopfschmerzen. Eine Abkochung von Farnkraut in Essigwasser als
Einreibung hilft zusätzlich unterstützend. Zum Einreiben äußerlich
ist auch eine Farntinktur hilfreich, das gehackte Farnkraut wird in Spiritus
sieben Tage lang in die Sonne gestellt, dann abgeseiht. Flechtbandornament
Flechtbandornamente
symbolisieren ähnlich wie die Wellenmuster die Lebenskraft, den Kreislauf von Leben und Tod, die
Wiedergeburt und die geistige Verbindung aller Lebenden Wesen. Die Flechtbandornamente
steigen aus Odins, des Germanischen Gottes Mund, während der Fenriswolf
versucht, sie zu fressen. Da sie ihm unbekömmlich sind, verknotet sich sein
Hinterleib oder die Flechtbandornamente kommen ihm hinten wieder heraus. Flechtbandornamente
werden oft mit drei Linien dargestellt. Drei helle Linien, durch zwei dunkle
getrennt, zeigen die Drei als Mondenzahl, als weibliche Kraft, während die
zwei dunklen Zwischenlinien die Zwei Welten symbolisieren. Die Verflechtung
des Bandes zeigt die Verknüpfungen der Schicksale aller Lebewesen an. Die Freimaurer sind ein geheimer,
heute über die gesamte Erde bestehender Geheimbund für Männer, das Wort
stammt aus den wandernden Meistern, die sich in Bauhütten organisierten und
ihre geheime Überlieferung weitergaben. Die Symbole der Freimaurer sind
religiös, haben mit dem Bauen von Tempeln zu tun und mit Architektur. Die
Freimaurer beschäftigen sich wie die Rosenkreuzer
mit dem Geheimnis des Lichts. Die Zahl
Fünf ist die Zahl des Menschen und der fünf Elemente, die ihn bestimmen,
seinen Körper, die animalische Seele, die Psyche, die Intelligenz und den
Göttlichen Geist. Sie entspricht dem Pentagramm,
dem Goldenen Schnitt und der Göttlichen Perfektion,
welche die Harmonie in der Schöpfung erhält. Sie ist ein Symbol des Lebens
und der fünf Elemente Feuer, Luft, Erde, Wasser und Geist (Äther), auch
Quintessenz, das Wort heißt fünfte Essenz, das eigentlich Wirkende. In der Kabbala
ist die fünfte Sephirah die Geburah, die Kraft. G
Gefiederte Schlange Das Wort kommt Wort Quetztalcoatl wird eigentlich heißt das Maya-Wort „Allmächtiger
Gott“. Seine Blume ist die Tagetes, er ist der Gott der Fülle und
Fruchtbarkeit. Die Darstellung ist die der gefiederten Schlange. Hier ist der
Zusammenhang einer ursprünglichen Erdgöttin mit der wuivre, der
Lebenskraft, die fruchtbar und Leben spendend aus der Erde quillt, mit der
sich als belebende Luftkraft erzeigenden Gottheit offensichtlich. Das Wort kommt von
Gerben, Pflanzenstoffe wie Eichenrinde oder Gerberlohe dienten zum Gerben von
Tierhäuten zu Leder. In der Kosmetik verwendet man diese natürlichen
pflanzlichen Stoffe in Mischungen zur Hautstraffung. In der Medizin dienen
sie als Adstringens, sie wirken zusammenziehend. Weiter sind sie heilsam bei
Durchfall und bei Entzündungen, besonders der Schleimhäute. Die gesamte Natur ist
von unsichtbaren geistigen Kräften durchdrungen, die von besonders befähigten
Menschen, vor allem aber von noch ganz kleinen Kindern, erkannt und gesehen
werden können. Unsichtbare Geistwesen
sind nicht immer nur menschenfreundlich, sondern manchmal bösartig und den
Menschen feindlich gesinnt. Der Magier kann sich diese Wesen dienstbar
machen, oder wenigstens den bösen Einfluss abschwächen und vielleicht die
Geistwesen mittels der Kräfte der Pflanzen zu begütigen. Oftmals teilen die
Geistwesen ihre geheimen geistigen Kenntnisse gut gesinnten Menschen mit,
andere aber treiben ihre Possen mit arglosen Menschen. Ein Kennzeichen von
Gnomen ist der Pilzen ähnliche Geruch, diese Stelle oder dieser Ort ist dann
zu meiden. Ein Wohlgeruch dagegen
kündet von wohlgesinnten geistigen Wesen. Das Wort Gestionen kommt
von Lateinisch gesta, die Taten. Die Haltung des Menschen ist
von großer Wirkung, nicht nur auf ihn selbst, sondern auch auf die Himmel. In
der Überlieferung der Alten Hebräer ist die Haltung des Propheten Elias
beschrieben, er betet, den Kopf zwischen den Knien, in tiefster Demut, um
Regen. Das Wort beten in Hebräisch ist phonetisch gleich mit dem Wort Knie
beugen. Das Wort beten
kommt von den drei Bethen, den Erdgöttinnen Arbeth, Worbeth, und Borbeth.
Diese wurden in der Überlieferung der Römer zu der Zeit um Christi Geburt,
als der Mithras-Kult im gesamten Mittelmeer-Raum, und
besonders auch in Germanien verbreitet war, auf Steinplastiken und Stelen als
drei neben einander stehende Frauengestalten abgebildet. Die Darstellungen
zeigen gleichzeitig die Erdgöttin als junge Frau, als Matrone, und als alte
Frau, was die drei Mondphasen, und auch die Zahl Drei als
die zur Frau zugehörige gut ausdrückt. Goldener
Schnitt Der Goldene Schnitt
liegt dann vor, wenn man eine Strecke so in zwei ungleiche Teile trennt, dass
beide sich zueinander verhalten wie der längere zum Ganzen. Die Linien sind
auch Symbole, die Waagrechte ist nicht nur ein einfacher Strich, sondern
repräsentiert die Erde, den Horizont und die Equinoktien, die Tag- und
Nachtgleichen und das Vergehen der Zeit. Die Senkrechte ist die
Weltachse, sie wird vom Zeltpfosten des Schamanen symbolisiert und bildet den
Mittelpunkt der Welt, sowie in Verlängerung den Mittelpunkt des Universums.
Die Senkrechte verbindet den Mikrokosmos mit dem Makrokosmos und damit die
Himmel mit der Erde. Der Goldene Schnitt zeigt Spiritualität und Phantasie.
Seine Kraft ist das Selbst, aber auch das Absolute und die Macht. H
Der Heiligenschein ist
die oft kreisförmige, aber manchmal auch rhombusförmige, hell leuchtende
Gloriole oder Nimbus um Heilige in Abbildungen der bildenden Kunst. Das Wort
Gloriole bedeutet Ruhm, das Lateinische Wort Nimbus ist die Nebelhülle, in
der die Götter auf die Erde kommen. Mit Nimbus ist der Heiligenschein hinter
dem Haupt gemeint, er kommt bereits bei den ältesten Göttern der Antike vor.
Ist dieses Lichtsymbol, der Strahlenkranz oder der leuchtende Schein um die
gesamte Figur gelegt, ist es eine Aureole und wird Mandorla genannt. Es ist
das Zeichen der göttlichen Verklärung, der Erleuchtung, der Vision
und der Heiligkeit. Das Wort Heilen kommt
von Griechisch holos, ganz, heil, heilig. Heilung ist nur mit
Eigenleistung zu bewirken. Nötig ist die vollkommene Umkehr. Heute erwartet
man vom Arzt, dass er einen heilt, ohne dass man irgend etwas an der
bisherigen Lebensführung ändert. Das ist nicht möglich. Aber auch wenn man
die Lebensweise von Grund auf geändert hat, die Umkehr vollzogen hat, ist noch
keine Heilung garantiert. Die Heilung ist nur mit Göttlicher Hilfe zu
bewerkstelligen. Es heilt nicht der Arzt, es heilt die Natur. Auch die
Schulmedizin weiß von solchen Heilungen, und nennt sie Spontanheilung. Sie
kommt unter Wirkung kosmischer Gesetze zustande. Das Wort kommt aus dem
Griechischen und bedeutet Überheblichkeit. I
Die Pflanze wird auch
Hundsgift, Dauergrün, oder Wintergrün genannt und gehört in die Gruppe der Apocynaceae.
Der lateinische Name ist Vinca minor L. und sie ist in Buchenwäldern,
und vor allem bei alten Heiligen Plätzen zu finden. Sie ist Symbolpflanze der
Viriditas, der Grünkraft, das Symbol des Ewigen
Lebens. Einer ihrer Beinamen ist die Schöne im Busch. Gesammelt
wird das blühende Kraut. Die innere Einnahme ist nicht zu empfehlen. Die Inhaltsstoffe sind
Alkaloide, die schon im Bereich von Mengen weit unter einem Gramm im Körper
sehr starke Wirkungen hervorrufen und äußerst giftig sind. Weiter sind
vorhanden einige Nebenalkaloide und das Vincamin, welches gegen cerebrale
Durchblutungsstörungen eingesetzt wird. Höchste Göttin im Alten
Aegypten, Gemahlin des Osiris und eine der Muttergottheiten.
Sie wird mit Hörnern dargestellt, da ihr die Kuh geweiht war, zwischen den
Hörnern erscheint das Bild des vollen Mondes sowie die Sonnenscheibe. Sie ist
Göttin der Wiedergeburt und der Natur, sie verfügt über starke magische
Kräfte, in der einen Hand trägt sie das Henkelkreuz, das Ankh,
in der anderen den Stab mit den zwei Spitzen, der sehend macht. J
Der lateinische Name ist
Hypericum perforatum L. Johanniskraut gehört zu der Gattung der
Hyperiaceae, der Hartheugewächse. Reibt man das Kraut zwischen den Fingern,
färbt es diese rötlich. Das Johanniskraut soll nach neuesten Untersuchungen
nicht die ihm zugeschriebenen Wirkungen entfalten, doch wurde hierbei nicht
bedacht, dass es erst ab einer Wirkungszeit von mehreren Wochen seine
wohltuend beruhigende Wirkung entfaltet. Die Untersuchung eines isolierten
Einzelbestandteils kann nicht die Wirkung des vollen Krautes oder eines
Gesamtauszuges aufzeigen. Johanniskraut wird auch
Lichtkraut, Tüpfelkraut, Tüpfelhartheu, Tüpfeljohannisblut, Hexenkraut,
Walpurgiskraut, Wundkraut oder Konradskraut genannt. Die Inhaltsstoffe sind
ein ätherisches Öl, das rote Hypericin, das gelbe Hyperosid, Harze,
Gerbstoffe, Vitamin C, Provitamin A und die auf natürliche Weise antibiotisch
wirksamen Stoffe Imanin und Novoimanin. Der Geruch ist harzig,
aromatisch, bitter, es schmeckt balsamisch. Die Überlieferung nennt als
Wirkungen stärkend, fieberwidrig, Wurm- und harntreibend, es wurde angewendet
bei Gicht, Wassersucht, Blutungen, Wunden und Quetschungen. Johanniskraut hat eine
hohe magische Bedeutung, als Signatur gelten seine fünf Farben und die rote
Farbe. Johanniskraut gilt als Wetterkraut und Zauberlösend. Man sammelt es blühend
und steckt oder flicht es zwischen die Eisenstäbe der Fenstergitter oder
Gittertore. Man kann auch Kränze aus dem Kraut flechten und sie unter
Segensprüchen auf die Dächer werfen, dadurch hütet Johanniskraut Haus und Hof
vor Blitzschlag. Das Sammeln darf nicht an sumpfigen Orten erfolgen. Ein überlieferter Name
von Johanniskraut ist Fuga daemonum, weil es alle bösen Geister
vertreibt und Teufelsbündnisse löst. Beim Schatzsuchen soll man Johannisöl
mit sich führen, weil es die Dämonen, welche die Schätze bewachen, zur Flucht
nötigen kann. Das Johannisöl wird hergestellt aus den frisch geernteten
Blüten, die man zerquetscht und in Pflanzenöl einlegt, das 21 Tage lang an
einem warmen Platz stehen gelassen wird, wobei man weiter gesammelte Blüten
einwerfen kann, bis das Öl eine schöne dunkelrote Farbe angenommen hat, bis
man es abseiht und abfüllt. Man verwendet
Johanniskraut bei leichten nervösen Störungen als Tee oder
Frischpflanzenextrakt, als Wundöl und auch bei Durchfällen. Johanniskraut
wirkt stoffwechselanregend und nervenberuhigend, bei Leber- und Gallenleiden,
Entzündungen der Harnwege, Bettnässen und Frauenkrankheiten. Johanniskraut hat nicht
nur eine leicht phototoxische Wirkung, sondern ist auch
photosensibilisierend, deshalb bei Anwendung das Sonnenlicht meiden. Die Zubereitungen in
Form von öligen Auszügen sollen immer frisch erfolgen, und die Abkochungen
nicht zu stark sein, sie dürfen nur eine hell goldgelbe Farbe aufweisen. Beim Sammeln des Krautes
und der Blüten schneidet man die Zweigspitzen etwa 30 Zentimeter lang ab.
Trocknen nicht über 35° C, dabei darauf achten, dass die Blüten nicht braun
werden. Dunkel, kühl, trocken
und in dicht schließenden Gefäßen aufbewahren. Das Jungpaläolithikum
ist die jüngere Altsteinzeit von etwa 30 000 bis ungefähr 10 000 mit den
Kulturstufen Aurignacien, Perigordien, Magdalénien. Gegen Ende des
Jungpaläolithikums differenzierten sich die Kulturen und ihre Entwicklung und
die Geschichte, die mit geschriebenen Dokumenten belegt ist, beginnt. Der Stab des Gottes
Jupiter ist der des griechischen Zeus, er besteht aus einem stehenden
doppelten Dreizack. Dieses Symbol liegend ist das Symbol des Sternzeichens
Fische. Der einfache Dreizack ist das Symbol Neptuns. Der Stab ist der Ausdruck
der Macht über das Wasser, aber auch über das Wetter, Donner, Blitz, und die
Stürme über dem Meer. Sehr ähnlich sind die Zeichen von Wodan und des Gottes
der Alten Akkadier, des Wettergottes Adad. Die Zahl
Drei der Zinken stehen für die Zahl des Mondes, des Wassers, des Feuers, und
der weiblichen Kraft im Universum. K
Das der hebräischen
Überlieferung entstammende sehr komplexe Gedankensystem ist uns in schriftlicher
Form überliefert im Buch Bahir. Es ist ein Schriftdenkmal aus der
Frühzeit der Kabbala in der ältesten erhaltenen Handschrift, des Codex
Hebraicus 209 der Münchner Staatsbibliothek aus dem Jahre 1298. Eines der Symbole ist
der Baum des Lebens, die Früchte sind die Sephiroth. Das der Familie der
Geranien angehörende Kraut hat den lateinischen Namen Geranium Robentiarum
und wird auch Storchschnabel, Gottesgnadenkraut oder Nagelkraut genannt. Im
Zauberglauben ist es als Sympathiemittel bekannt, das in Form eines Amuletts
vor Schmerzen schützt, die durch den Einfluss böser Geister verursacht
werden. Auch in der Naturheilkunde hat das wenig giftige, wohlriechende
Katharinenkraut sich einen Rang erobert. Die zerquetschten
Blätter werden auf die Haut aufgelegt, sie heilen Nervenentzündungen und
können Schmerzen in den Wangen, Füßen, in Magen und Nieren rasch beheben. Die
getrockneten Blätter können dazu kurz eingeweicht werden. Die Bäder helfen gegen
Flechten und Ausschläge, der Tee gegen Schleich- und Schleimfieber. Die brennende Kerze ist
das Symbol für Licht, Leben und Spiritualität, zwei Kerzen weisen auf die Zwei Welten hin, den Dualismus und die beiden Seiten der Schöpfung.
Bei Beerdigungsritualen sind zwei Kerzen das Symbol für das Licht der Himmel.
Sie stehen für die Zwei Welten, die Seele und für die Erleuchtung. Kosmischer
Mensch Die traditionellen
Vorstellungen sehen den Menschen als Teil des Kosmos. Seit der Erschaffung
der Welt steht er im Zentrum des Universums. E verkörpert den Mikrokosmos im
größeren Makrokosmos. Die Eigenschaften des Universums spiegeln sich wider im
Kosmischen Menschen, sein Körper repräsentiert das Element Erde, seine Wärme
das Element Feuer, sein Blut das Element Wasser, sein Atem das Element Luft. Sein Geist steht für die
Himmel, Hara, die Leibesmitte, für das Meer, und mit seinen Beinen ist
er geerdet. Ähnliches gilt für die Planetengötter, das Symbol der Sonne wird
auf seinen Bauch gezeichnet, das des Mondes zwischen seine Beine. In den
Magischen Kreis kommen die Symbole für Mars, Jupiter, Saturn, Merkur und
Venus, dazu die Zeichen für das Kreuz. Unterteilt wird das Rad des
Tierkreises durch die Quadranten, welche die vier Enden der Erde und die
Himmelsrichtungen bezeichnen. Darüber legt man ein Pentagramm,
dessen Spitzen den inneren Kreis berühren. Damit wird Vollkommenheit
symbolisiert. Die traditionellen
Betrachtungsweisen des Kosmos sehen den Menschen als bedeutungslos an im
Verhältnis zu den ungeheuren Weiten des Alls, unsere Galaxie mit Sonne, Mond und Sternen
ist ja nur ein kleiner Ausschnitt. Die Alten betrachteten ihn als
Makrokosmos, und sahen die Auswirkungen, die das menschliche Handeln auf ihn
hat. In großartigen Bildern,
wie das des Baumes des Lebens, des Weltenbaumes, der auf der Erde verwurzelt
ist und dessen Zweige in die Himmel hinaufragen, dessen Stamm die axis mundi
ist, die Weltachse, werden Erde und Himmel vereint. Der Schriftsteller Origenes schrieb: „Ihr seid eine zweite Welt im Kleinen,
und in euch sind die Sonne, der Mond und die Sterne.“ L
Die Lamien sind
weibliche Dämonen mit dem Kopf und den Brüsten einer Frau, aber dem Körper
einer Schlange. Sie sind den Kindern feind und drohen sie zu fressen. In der
akkadischen Tradition wird die Lamia Lilith genannt, die der
Überlieferung nach das Blut der kleinen Kinder saugt. In der Kabbala
werden die Lamien den Sirenen gleichgesetzt, die sowohl als Meerwesen
oder Luftwesen auftreten und die Suchenden spirituell gefährden können. Lapis philosophorum Der Stein der
Philosophen wurde Lapis philosophorum genannt, es ist der gedankliche
Ansatz, den Stein der Weisen als Purifikation, Reinigung,
Läuterung des Alchimisten selbst zu verstehen. Der Stein wird als Edelstein,
als Diamant verstanden, der als geistiges Symbol auf die Seele wirken soll.
Es ist die Aufgabe des Suchenden, nicht nur seinen Körper als Tempel Gottes
zu betrachten, sondern auch seine Seele zu gestalten. Hier ist er der Träger
einer Kraft, die den Geist im Leib so wirken lässt, dass das Leibliche
durchglüht wird vom Feuer des Geistes. Siehe Zeichen. Leib und Leben Der Mensch in seiner Doppelnatur mit seinem der stofflichen Welt entnommenen Leib
und dem immateriellen Geist, seiner Seele, hat Anteil an beiden Welten. Der
Leib hat mit Leben zu tun, während der Körper rein mechanisch beschrieben
ist. Leib ist lebendig, ganzheitlich gedacht. Ich bin mein Leib, mit Leib und
Seele. Der Körper gehört zu der Kategorie des Habens, der Leib gehört, mit
dem Geist, zu der Kategorie des Seins. (Zitiert nach
Dorothee Sölle, in: „Lieben und Arbeiten, 1985) Lebenselixier,
lateinisch elixir vitae, ist ein Arzneimittel, das im 16. – 18.
Jahrhundert aus pflanzlichen Drogen durch Extraktion
mit Wein oder Alkohol hergestellt wurde. Hierzu gehört auch das Elixier des
Lebens, das auch unter dem Mondentrank Soma bekannt ist. Die Lebenskraft wird bei
Hildegard von Bingen Viriditas genannt, Grünkraft, sie ist als grün-goldene
Schlange um die Erde gewunden, auf Statuen der Maria steht diese mit einem
Fuß auf dem Kopf dieser Schlange. Dies ist nicht die Schlange des Paradieses
der Bibel, sondern diese Schlange ist die Naturkraft, das Mana, die
Erscheinung des Lebens selbst, die wie alle Naturkräfte potentiell gefährlich
ist und fixiert, also gebändigt werden muss, um Segen bringen zu können. Die Lebenskraft wird in
überlieferten Flechtbandornamenten seit
frühen Zeiten dargestellt, wie im Keltischen Book of Lindisfarne oder im Book
of Kells und auf Gotischen Kapitellen auf Steinsäulen in manchen Kirchen. Das Akkadische Wort
steht für gekrümmte Schlange, sie symbolisiert das Chaos des Urmeeres,
damit verbundene Ungeheuer der Luft sind Behemoth oder Zis. Der Leviathan ist
bei der Schöpfung besiegt worden, er ist jedoch nur gelähmt und kann durch
Magie wieder belebt werden. Erst am Ende der Welt wird er entmachtet werden.
Ein Attribut der Maria ist der Fuß auf der Mondsichel, ihr anderer Fuß aber
steht auf dem Leviathan, der grünen Schlange, die sich um das Rund der Erde
ringelt. In der Kabbala
ist Leviathan Samuel, der Fürst des Bösen. Logos, das griechische
Wort verliert in der Übersetzung, hat ebenso die Bedeutung von Wort, Gedanke,
Grund, und Geist. Sokrates findet, wenn er in sich blickt, logoi, er
findet die Wahrheit im „Miteinander Reden“ und solches Forschen ist
die dialektische Methode. Im Prozess des Dialogs (auch mit sich selber) muss
die Wahrheit zutage kommen. Die Schwingungen des
Luftdruckes werden in einem bestimmten Bereich als Töne wahrgenommen. Töne,
die etwa von Fledermäusen gehört werden,
kann der Mensch nicht wahrnehmen. Tiefste Töne, wie Teile der Walgesänge,
können wir ebenfalls nicht hören. Solche subsonischen Schwingungen, tiefer
als die tiefsten Töne einer großen Kirchenorgel, werden aber bei
geschlossenen Augen als leichter Druck, wie ein feines Gefühl auf der
Wangenhaut. Wenn man sich beim Gehen auf der Straße mit geschlossenen Augen
einem Hindernis nähert, wird das Geräusch der eigenen Schritte von etwa einer
Hauswand reflektiert, aber nicht bewusst wahrgenommen. Das Sonnengeflecht
aber, das wie ein Schutzengel funktioniert, meldet das
Hindernis als die beschriebene leichte Berührung auf den Wangen, die manchmal
als feines Kältegefühl empfunden wird. M
Magie Der Begriff kommt von Indogermanisch magh
mögen, lieb haben, gemeint ist der Könner. Griechisch magos heißt Priester.
Es gibt drei Arten von Magie. 1.)
Magie, in welcher
der Magier das Werkzeug der göttlichen Macht ist. Das ist die Heilige Magie. 2.)
Magie, in welcher
der Magier selbst der Ausführende ist. Das ist die persönliche Magie. 3.)
Magie, in welcher der
Magier in der Macht von Dämonen oder Kräften ist. Das ist Hexerei. Magie in der liebenden Kraft des Göttlichen, von
der in diesem Lexikon gesprochen wird, ist die geheiligte Magie. Magischer Kreis
Der Magische Kreis dient
zum Bannen geistiger Wesenheiten, die in der Welt der physischen Schöpfung
wie auch außerhalb derselben leben. Die Stelle, an die der magische Kreis
gezeichnet werden soll, muss sorgfältig ausgesucht werden, was aber nur ein
richtiger Hellseher vermag. Dem Menschen, der lediglich über physische
Sinnesorgane verfügt, bleiben die geistigen Welten und ihre Wesenheiten
unbekannt und verborgen. Es gibt gutartige und
bösartige Wesenheiten, die im Allgemeinen als Dämonen bezeichnet werden. Ganz
kleine Kinder haben manchmal noch eine Wahrnehmungsfähigkeit für die überall
auf der Erde vorhandenen Wesenheiten, die auch auf ihre eigene Art wirken. Der Ort für den
Magischen Kreis muss mit Weihrauch geräuchert und
damit gereinigt werden. Der Kreis selbst ist mit mächtigen Symbolen wie den
Sternzeichen und Kreuzen umrandet und kann von Dämonen nicht übertreten
werden. Mit dem Zauberstab in der Hand und mit
machtvollen Beschwörungen bannt der Magier den bösen Geist. Siehe auch das
Stichwort der Kosmische Mensch. Das Mal oder Zeichen ist
versinnbildlicht im Malstein, der auf dem Altar in der
frühen Form eines Erdhügels errichtet wurde. Die vielen Ortsnamen mit –Stein
weisen auf ein früher dort stehendes Mal hin. Es handelt sich oft um einen Monolith, der aufgefunden wurde. Man findet häufig Abschabstellen
an Monolithen. Das Wort Mal kommt von
Indogermanisch mel, zerreiben. Der heilige Stein wurde in kleinen
runden Vertiefungen abgeschabt und als kultische Medizin zur Verlängerung des
Lebens eingenommen, siehe Dominica. Die heute
gebräuchliche Heilerde enthält dieselbe Wirkungsindikation. Die Medizin der frühen
Menschheit war eine Pflanzenmedizin. In Shanidar im heutigen Irak, im alten
Babylon nahe Euphrat und Tigris fand man in einem 60 00 Jahre alten Grab acht
Pflanzenspezies, von denen sieben noch heute in der Volksmedizin Verwendung
finden. Es sind Achillea, die Schafgarbe, Althea, der Eibisch, Senecio,
das Kreuzkraut, Muscari, die Traubenhyazinthe, Centaurea, das
Tausendgüldenkraut, und Ephedra, das Meerträubchen. Die Metallzeit wird auch
Kupfer-, Bronze-, oder Eisenzeit genannt, von etwa 1 000 bis zur Zeitenwende
ist es die La Tène-Zeit, es ist auch die Zeit der Kelten. Mithras tötet den
Urstier und schafft so die Schöpfung. Seine Kultstätten sind unterirdisch, an
der Decke leuchten auf tiefblauem Grund hellgoldene Sterne. Mithras ist ein
Sonnengott, seine Religion ist eine Sternenreligion. Mithras spricht: „Ein Stern bin ich unter
Sternen, der mit euch seine Bahn
wandelt und aufleuchtet aus der
Tiefe des Weltalls.“ Die Seele des Menschen
vermag den Bereich der Sterne zu beschreiten. Ein Zauberpapyrus sagt:
Die Strahlen werden in den Dienst des Menschen gestellt, um den Geist
zu empfangen, der zum Licht emporhebt, um die Seele in den Weltenraum zu
tragen: „Hole von den Strahlen
Atem, steige auf zum Himmel, Unsterbliche schaue, erblicke die Göttliche
Ordnung, und die Anderen gehen herab.“ Die mittlere
Altsteinzeit wird auch Mittelpaläolithium oder Moustérien genannt, von etwa
180 000 bis 30 000 ist es auch die Zeit der Neandertaler. Das Mesolithikum wird
auch Mittelsteinzeit genannt, von etwa 10 000 bis 3 000 ist es die Zeit der
großen Steinbauten des Menschen. Beispiele sind die Steinsetzungen in
Nordfrankreich oder in England, etwa das bekannte Stonehenge. Das Bild des Mondes ist
bei den meisten Völkern als weiblich gedacht, nur einige afrikanische Stämme
und wenige andere in Ozeanien sehen ihn als männlich an, wie auch Japaner und
Deutsche. Der Mond ist das Pendant
zur Sonne, seine Wechselhaftigkeit jedoch und die Tatsache, dass er meist nur
während der Nacht sichtbar ist, verlieh ihm den Nimbus des Geheimnisvollen. Das Symbol der
Mondsichel wird von den Göttinnen Astarte in Phönizien, Isis in
Aegypten, Diana in Griechenland, Luna bei den Römern und von Maria
getragen. Die Kraft des Mondes
steht für das Unbewusste, das Wasser und für die weibliche Fruchtbarkeit.
Sein Werden und Vergehen stehen für die Zeit, und sein Verschwinden für die
Wiedergeburt. Die Scheibe des Vollmondes schenkt Einheit und Vollständigkeit,
der Halbmond verkündet Tod, der abnehmende Mond verleiht Dämonen ihre Kraft,
während der zunehmende Mond Leben, neue Kraft, die Schönheit der Schöpfung
und die Wiederauferstehung symbolisiert. In der Alchemie ist der
Mond das Zeichen für reine Gefühle, seine Farbe ist das Silber. In der Kabbala
ist der Neue Mond das Anzeichen für den Beginn der Schöpfung und der neuen
Woche, nach ihm werden die Zeitalter gerechnet. Das Wort stammt aus dem
Griechischen, monos bedeutet einzeln, Lithos ist der Stein. Die
aufgefundenen, oft von wegweisenden Tieren gezeigten verborgenen Stellen der
urältesten Steinheiligtümer und Altäre stellen die ursprünglichsten
Gebetsplätze der Menschheit dar. Ein sehr wirkmächtiger
Monolith befindet sich auf dem Hradschin in Prag. In vorgeschichtlicher Zeit
war der Felsgipfel des Hradschin bereits ein Heiliger Platz. Bei dem
Monolithen befindet sich ein Begräbnisplatz. In den gewachsenen Fels wurden
etwa 1 m tiefe Gräber eingemeißelt. Ein Fürstengrab enthielt Grabbeigaben wie
Messer, Dolche, Keramik mit Wellenlinienmuster,
ein Holzeimer und ein Wikingerschwert aus der Zeit um 900. Der Holzeimer
diente kultischen Zwecken, er war für das Opfer bestimmt.
Über dem Grab befand sich ursprünglich ein Erdhügel. Der Monolith diente als
Kultort zur Weihe der gewählten Fürsten, die in der Burg auf dem Hradschin in
Prag inthronisiert wurden. Die Moxibustion ist ein
Heilverfahren der Alten Chinesischen Medizin. Es werden Brennkegel aus
pulverisierten Heilpflanzen an besonderen Stellen auf die Haut gesetzt.
Kleine Hautverbrennungen setzen energetische Prozesse ähnlich der Akupunktur in Gang. Die Moxibustion ist eine frühe
Form der Neuraltherapie. Das Erkennen der Fließlinien, entlang derer die
Lebensenergie läuft, ist Wissenden vorbehalten. Die Punkte hoher
Energiedichte jedoch können auch von computergesteuerten Nadel-Geräten
aufgefunden werden, die elektromagnetisch bewegt werden können, um nach dem
Auffinden dieselben Stellen zu stimulieren. Hierbei wird der Laptop etwa in
Taipeh, der Hauptstadt Taiwans, per ISDN mit dem Zentralcomputer in Beijing,
China, verbunden und liefert sofort exakte Ergebnisse. Dies wurde vom Autor
anlässlich einer Vortragsreise persönlich festgestellt und im Selbstversuch
überprüft. Näheres findet sich in dem Buche von
H. M. Schemske, Die Heilenden Kräfte der Düfte, Bohmeier
Verlag, Lübeck, Erste Auflage 2002, ISBN 3-89094-359-4 Das Bild der
Weiblichkeit als „Die Große Mutter“ ist uns überliefert in der Akkadischen
Muttergottheit, der Mutter von Göttern und Erschafferin der Menschheit. Ihre
Namen sind bei verschiedenen Völkern unterschiedlich. Ihre Abbildungen sind
die einer Göttin mit ihrem Kind, die auf einem Thron sitzt. Eine
Muttergottheit ist Damgalnunna, als ihr Gemahl gilt Enki. Aruru ist einer ihrer Namen, auch sie
ist Erschafferin der Menschheit und des Enkidu. Die Muttergottheit ist
Beschützerin der Menschen. N
Das Neolithikum wird
auch mittlere Jungsteinzeit genannt, von etwa 3 000 bis 1000 vor Christus ist
es zum Teil mit schriftlichen Dokumenten belegt. Zu der Zeit besaß die
Menschheit an manchen Stellen bereits Werkzeuge und Waffen aus Metall, aber
zugleich auch noch rituelle Messer aus Feuerstein oder Obsidian. Die Zahl
Neun ist das dreimalige Heilig, Heilig, Heilig und das machtvolle
Verdreifachen der Triaden, der drei Welten, von Körper, Geist und Seele und
ist das Symbol der Ewigkeit, der Vollkommenheit und der Unzerstörbarkeit. Sie
vereinigt Kreis, Dreieck und Quadrat. Neben der Fünf der Ischtar ist die Neun
die Zahl der Maria. Die Neun symbolisiert das Universum ebenso wie die
Spirale und die liegende Acht, die Lemniskate. In der Kabbala
ist die neunte Sephirah die Jesod, das Fundament. Die Zahl
Null ist der Punkt, aus dem alle anderen Zahlen kommen. Sie ist das Symbol
für die Omnipotenz und die Fruchtbarkeit. Sie ist das göttliche Ei, die
Urmutter und die Ewigkeit, sie ist aber auch Nichtsein und Tod. O
Die hohe Steinsäule, auf
deren vergoldeter Spitze sich die Strahlen der Sonne niederlassen. Der
Obelisk ist ebenso die Weltachse selbst und wie der Baum des
Lebens ein Symbol der Lebenskraft und ein versteinerter Sonnenstrahl.
Durch ihn wird die Erde mit den Himmeln verbunden, er ist dem Sonnengott Re
geweiht. Die Tatsache, das Obelisken stets paarweise errichtet werden, zeigt
die Tatsache der Zwei Welten. Die Überlieferung
spricht vom Opfer als von einer wirkmächtigen Handlung. Hildegard von Bingen
weiß, dass unsere Handlungen ihre Wirkungen in den Himmeln haben. Das Wort des Hermes
Trismegistos ist Wie oben, so unten. Die Pflanze wird auch
Knabenkraut, Kuckucksblume oder Ragwurz genannt, der lateinische Name ist Orchis
Morio, sie gehört der Gattung der Orchideen an. Die Wurzelknollen sind
offizinell als Salep und werden zur Stillung von Durchfällen,
bei Nieren- und Blasenvereiterungen gegeben. Die Magie legt den
Wurzelknollen als Aphrodisiakum, als Liebesmittel, Bedeutung bei. Hierbei ist
zu beachten, dass bei Pflanzen mit zwei Knollen die Größere zerrieben in Wein
die Geschlechtslust erregt, die kleinere gegenteilig wirkt und als Mittel zum
„Nestelknüpfen“ verwendet werden kann. Der griechische
Schriftsteller Origenes wurde um das Jahr 185 in Alexandria geboren, er starb
etwa 253 in Tyros. Er war Lehrer an der Katechetenschule in Alexandria.
Später lebte er in Caesarea, Palästina. Sein Werk, „De principiis“, „Contra
Celsum“, und die „Hexapla“, eine kritische Ausgabe des Alttestamentlichen
Textes, hat das Christentum (gegen seinen Willen) weitgehend spiritualisiert.
Origenes war zu allen Zeiten heftig umstritten, das 5. Ökumenische Konzil im
Jahre 553 verurteilte ihn. Die Fruchtbarkeit und
das Leben selbst ist verkörpert in diesem uralten aegyptischen Gott, dessen
Gemahlin die Isis ist. Sein Zeichen ist das Getreide. Er
trägt den Krummstab, sowie den Dreschflegel, er ist Gott der Unterwelt und
der Wiedergeburt, das ersprießende Getreide zeigt das Erwachen in der Zweiten
Welt. P
Das Paläolithium wird
auch Altsteinzeit genannt, der Ursprung der menschlichen Kultur, deren
Anfänge im Dunkeln liegen. Zeitbestimmungen weisen oft Fehler auf, sie sind
Versuche zur Orientierung der Funde, die Archäologen machten, in westeuropäischen
Raum einzuordnen. Die Übergänge sind fließend, es gibt verschiedene
Kulturstufen auch zur gleichen Zeit. Philippus Aureolus
Theophrastus, eigentlich hieß er Theophrastus Bombastus von Hohenheim war
Arzt und Naturforscher. Er wurde im Jahre 1493 in Einsiedeln/Schweiz geboren
und starb in Salzburg /Österreich am 24. 9. 1541. Er warb für eine einfache
und naturnahe Lebensweise und wusste um den Wert der uns gegebenen
Lebenskraft. Paracelsus, sein Vater
war Bergwerksingenieur, führte die Mineralien in die Arzneimittellehre ein
und wusste um die seelischen Krankheiten. Seine über 200 Werke sind erst
heute voll gewürdigt, er ist Begründer der pharmazeutischen Chemie, der
Iatrochemie. Nach seiner Promotion im
italienischen Ferrara wurde er nach zehnjähriger Wanderschaft durch Europa
1572 Stadtarzt in Basel/Schweiz. Paracelsus wusste um die
vitalisierenden Kräfte der Minerale, aus denen auch der Körper besteht, die
vom Archäus, dem Geist des Lebens gesteuert werden. Er wusste, dass
das Kleine das Große beherrscht, wie unten, so oben, und kannte die Entia,
die Einheit der göttlichen, seelischen und materiellen Sphäre. Das Zeichen für eine
Heilpflanze sei das Signum, Paracelsus war wie später Goethe ein bedeutender
Vertreter der Signaturenlehre. Zu Lebzeiten war
Paracelsus von Kollegen weitgehend abgelehnt, nur seine Patienten liebten
ihn. Erst in der Neuzeit wurde seine Arbeit wissenschaftlich untersucht von
der Internationalen Paracelsus Gesellschaft in Salzburg/Österreich. Das Pentagramm hat Bezug
zum Kosmischen Menschen, es stammt aus einer
Theorie des Pythagoras, wonach die Zahl Fünf den Menschen als Mikrokosmos
symbolisiert. Die Fünf ist die akkadische Chaf, die tätige Hand des
Menschen, er hat fünf Finger, fünf Sinne, und seine Größe wie auch seine
Breite setzt sich aus fünf gleichen Teilen zusammen. Das Pentagramm In der Aegyptischen
Überlieferung belegte Bezeichnung für eine afrikanische Landschaft an der
Küste des Roten Meeres. Das Wort einer Bantu-Sprache bedeutet Ebbe-Gegend.
Das Land Punt liegt hinter dem Ufer etwa von Suakin bis zum Bab el Mandeb.
Seit etwa 3000 v. Chr. sind Expeditionen belegt, die von Aegypten durch das
Wadi Hammamat zum Roten Meer zogen und von dort mit Schiffen der Küste
entlang nach Punt fuhren. Die berühmte Expedition nach Punt von Hatschepsut
(1490-1468 v. Chr.) ist in Reliefs in ihrem Totentempel in Deir el Bahari
abgebildet und beschrieben. Von den in Pfahlbauten lebenden Einwohnern bezog
man Weihrauch, Rohleder und Straußenfedern, aber
auch Gold. Die Pyramiden
symbolisieren den Berg der Schöpfung, der Heilige Berg Kailash im
Himalaja-Massiv ist ebenfalls dreieckig, auf ihn stieg die Gottheit herab.
Die Pyramiden sind auf die Sonne ausgerichtet, sie sind ebenso wie die Obelisken Symbole der Erdachse und als Zeichen der Zwei Welten Symbole der Erleuchtung.
Siehe auch Stufenpyramiden. Q
Zu den heiligen Quellen
gehört auch die Felsenquelle bei Deggingen, im Filstal an der Südseite der
Schwäbischen Alb bei Geislingen/Steige. Der Ort erhielt schon früh das
Marktrecht und besitzt eine in den Jahren 1716 bis 1718 errichtete Wallfahrtskirche, die der Maria
geweiht ist. Die Kirche ist Nachfolgerin einer Kapelle, die im Jahre 1569
erstmals erwähnt wurde. Sie steht auf einem Platz, den eine alte Kultstätte
seit unvordenklicher Zeit inne hatte. Die Alamannen siedelten hier um das
Jahr 300 n. Chr., auch sie verehrten die Erdgöttin an genau demselben Platz.
Auf dem Felsen sprudelt eine Quelle, die Christen nennen sie Ave-Quelle, sie
ist besonders wirksam bei Augenleiden. Auch bei den
Ottilien-Quellen, bei St. Ottilien in der Nähe von Freiburg im Breisgau und
bei der Sainte Odile-Quelle im Elsass handelt es sich um augenheilendes
Quellwasser. Hier befindet sich auch
der Heilige Hain, in der Nähe blüht der Weißdorn, er war den Alten heilig. Heute ist dieses uralte
Heiligtum ein beliebter Ort zum Heiraten, und die Wallfahrtskirche zählt
viele Tausend Besucher, davon alleine 200 Brautpaare. Die Quellen, die aus
dem Felsen sprudeln, sind besonders heilig, wenn der Felsen auf einem
erhöhten Platz steht, dort, wo man im allgemeinen keine Quelle vermuten
würde. Der Zusammenhang von
Felsen und Quelle ist unter dem Stichwort sakral
Lateinisch für heilig, beschrieben. Das Wort Quetztalcoatl
wird meistens mit „Gefiederte Schlange” übersetzt.
Das ist aber nur bedingt richtig, eigentlich heißt das Maya-Wort „Allmächtiger
Gott“. Seine Blume ist die Tagetes, er ist der Gott der Fülle und
Fruchtbarkeit. Die Darstellung ist die der gefiederten Schlange. Hier ist der
Zusammenhang einer ursprünglichen Erdgöttin mit der wuivre, der
Lebenskraft, die fruchtbar und Leben spendend aus der Erde quillt, mit der
sich als belebende Luftkraft erzeigenden Gottheit offensichtlich. R
In der Überlieferung ist
die Rassel das Instrument des Schamanen, um zur Ekstase zu kommen. Sie wird
rhythmisch zur Trommel bewegt, führt die Trance herbei und setzt den
Eingeweihten mit der Anderwelt in Verbindung. Sie
verleiht dadurch magische Kraft, die Fähigkeit zur Heilung und Visionen. In der Überlieferung der
Eingeweihten Indiens, in den Jahrtausende alten Schriften der Veden, speziell
in der Ayurveda, finden sich Hinweise auf die Bedeutung der Farben des
Regenbogens für den Menschen. In den sieben Farben des Regenbogens ist die
gesamte kosmische Wirkkraft zusammengefasst und beeinflusst die Lebensenergie
des Menschen. Die Entsprechung dieser Farben findet sich in der Aura des
Menschen, bei einem Gesunden schimmern die Farben in Harmonie, und wenn eine
Störung den Gleichklang verhindert, wird er krank. In der Überlieferung
steht das aus der Rose und dem Kreuz zusammengesetzte Symbol für das
Göttliche Licht, aber auch für das dunkle Urlicht der ersten Schöpfung. Es
vereint aber auch die Symbole für die Auferstehung und die Erlösung in sich. Das Rosenkreuz ist auch
das Emblem der Gemeinschaft der Rosenkreuzer, die 1484 gegründet
wurde. Sie beschäftigten sich religiösen Themen. Ab etwa 1650 jedoch
bildete sich ein philosophischer Geheimbund unter diesem Namen, der sich mit
Mystik und Alchemie befasste. Die Gattung Rheum
umfasst etwa 40 Arten aus der Familie der Polygonaceae, der
Knöterichgewächse. Der essbare Rhabarber wird oft mit Medizinalrhabarber verwechselt.
Die Stengel des medizinischen Rhabarbers sind nicht essbar. 1.) Speise-Rhabarber Die essbare, beliebte
Gartenpflanze hat den Lateinischen Namen Rheum rapontikum L. Das Wort
kommt von Rhabdos, Griechisch für Stab
und bezeichnet die langen Stiele der aus Asien stammenden Pflanze. Der Name
kommt auch von Rha, dem überlieferten Namen des Wolgaflusses. Das
Schwarze Meer hatte in der Überlieferung den Namen Pontus der Alten.
Daraus entstand der Name Rha ponticum. Die essbaren Sorten sind oft
Kreuzungen aus den Arten raponticum, barbarum und undulatum.
Der Obstrhabarber stammt
aus der Mongolei und wird in Europa seit dem 18. Jhdt. angebaut. Nur die
jungen Stiele sind essbar. In den Blättern und älteren Stielen befindet sich
die giftige Oxalsäure, Kaliumoxalat. Die Inhaltsstoffe sind
Anthraglykoside, Gerbstoffe und hormonähnliche Verbindungen, die
Phyto-Hormone. An Mineralien enthalten die Stiele Kalzium, Phosphor, Eisen
und Vitamin C. Die Weisen Frauen
verwendeten seit alters her den Rhabarber bei Frauenleiden. Rhabarberwurzeln
enthalten Phyto-Östrogene, das sind pflanzliche Stoffe, die den menschlichen
Hormonen sehr ähneln und eine spezifische Wirkung im Körper haben. Bei leichten Klimakteriums-Beschwerden
wie Hitzewallungen, Kopfschmerzen, Nachtschweiß, Müdigkeit, Antriebsarmut,
Depressiven Verstimmungen, Ängstlichkeit, Reizbarkeit, nachlassender Libido
und Erröten können sich Frauen in Verbindung mit einer Umstellung ihrer
Lebensgewohnheiten und diesen pflanzlichen Wirkstoffen selbst helfen. Auch in
Soja und Traubensilberkerzen kommen Phyto-Östrogene vor. Auch die Wurzeln des
essbaren Rhabarbers wirken als Magenmittel, sowie als Adstringens, das
Wurzelpulver wird Kleinkindern bei Magenverstimmung oder chronischem
Durchfall verschrieben. In größeren Mengen wirkt es auch abführend. Die
Urinverfärbung ist harmlos. Zum Kochen von Rhabarber
darf man keinen Kupferkessel verwenden.
2.) Medizinischer
Rhabarber In der Überlieferung der
Alten ist der medizinische Rhabarber aus China bekannt und unter dem Namen Rha
verwendet worden. Der Lateinische Name ist Rheum palmatum, das Wort
heißt handförmig und bezieht sich auf die Blätter, die im Gegensatz
zum essbaren Rhabarber stark gezähnt sind. Die Inhaltsstoffe sind Anthraglykoside
und Gerbstoffe. Der asiatische
medizinische Rhabarber liefert die aromatische und bittere Barbara-Wurzel,
der Extrakt aus dem getrockneten Wurzelstock wird als mildes Abführmittel
verwendet, die Tinktur ist appetitanregend. Verwendet wird nur die Wurzel von
mindestens vierjährigen Pflanzen. Das Wurzelpulver ist in
geringen Mengen stopfend bei Durchfall und in größeren Mengen von 200 bis 500
mg abführend. Dies kommt von der spezifischen Reizung der Dickdarmschleimhaut
durch die Anthrastoffe. Die geschnittene Wurzel
in Verbindung mit etwas getrocknetem und geschnittenem Ingwer ist in der
Überlieferung der Schamanen als purgierender, die Seele und den Körper
reinigender Medizinaltee bekannt. Die Stengel des
medizinischen Rhabarbers sind nicht essbar. S
Salat, lateinischer Name
Lactuca sativa L., stammt vom wilden Lattich, der das Lieblingsgemüse
der aegyptischen Eingeweihten war. Als die Zeugungskraft steigerndes Mittel
war der Lattich Heilige Pflanze des Gottes Min, des Gottes der Zeugungskraft.
Seine Symbole sind die Rundhütte und das Lattichfeld. Min ist der Ahnherr des
griechischen Pan und des Minotaurus. Lattich und Salat wurden zu den Riten
der Wiederauferstehung in kleinen Holzrähmchen gesät und galten als Symbol
des ewigen Lebens. Salat und Lattich sind außerdem reich an Vitamin A und
werden als Vorspeise genossen. Die Blätter werden
äußerlich angewendet bei Sonnenbrand. Eine wilde Art, Lactuca virosa,
hat betäubende Eigenschaften, die dem Opium ähnliche Wirkung kommt aus einer
Essenz von der Milch der Pflanze. Das aus dem Arabischen
stammende Wort bezeichnet die Salepwurzel, tuberosa salep, die nach
dem Abbrühen getrocknete hornartige, meist birnförmige, etwas faltige Knolle
vieler Orchideen, etwa der Orchis, Schleim- und
Stärkehaltig. Sakral heißt heilig, das
Wort kommt von Hebräisch Sakrah, Fels, als Beispiel möchte ich die
Stadt Jerusalem nennen. Nicht nur der Felsendom, nicht nur die Klagemauer,
nicht nur die Stadt Jerusalem, nein, der gesamte Felsen, auf dem alles steht,
ist heilig, und das seit der Urzeit. Auch das arabische Wort sakrat,
Stein, meint einen heiligen Stein oder Felsen. Im Lateinischen meint saxum,
genau wie in Griechisch, Fels, und das verwandte Lateinische sacer
meint Heilig. Auch Sanskrit buthros meint Stein. Im Zusammenhang mit
Stein ist auch der Name Petrus zu erwähnen. Alle Kombinationen mit p-t-r
meinen Stein oder Fels, und hier meinen sie nicht nur Heilig, sondern
ausdrücklich auch Erkenntnis. Es heißt in Matth. 16.9 „Ich will dir die
Schlüssel der Himmel geben, und was du auf Erden binden wirst, das wird in
den Himmeln gebunden sein; und was du auf Erden lösen wirst, das wird in den
Himmeln gelöst sein.“ Mit binden und lösen
ist zweierlei gemeint, einmal für erlaubt oder verboten erklären, und
andererseits auch Sünde für unvergeben oder vergeben erklären. Die Zahl
Sechs ist Sinnbild der Harmonie, Stabilität und Ausgewogenheit, sie ist das
Symbol des Hexagon und des Davidsternes, des
Siegels Salomonis, in dem sich die Gegensätze von Feuer und Wasser vereinen
wie auch das Oben und Unten. Die Sechs ist eine göttliche Zahl, aber sie ist auch mit dem Tier der
Apokalypse verbunden. In der Kabbala
ist die sechste Sephirah die Tiphareth, die weibliche Schönheit. Sichtbare
Welt Alles was in der
sichtbaren Welt geschieht, ist Auswirkung eines „eidolons“ Griechisch
Bild oder Abbild. Hier ist aber die ursprüngliche Bedeutung des Wortes
gemeint, das ist Urbild. Das Urbild ist die in den Himmeln befindliche Idee,
das Urbild im Unsichtbaren. Das Geheimnis ist, dass im Moment des Wandels,
wenn alles fließt, im Augenblick der Entstehung, im Keime, dieses Bild der
Zweiten Wirklichkeit beeinflusst und auf der sichtbaren Welt wirklich gemacht
werden kann. Nach Empedokles werden
die stofflichen Elemente durch die Kräfte der Liebe und des Zorns bewegt. Der
Kosmos und seine Phänomene zeigen sich als Gestalt. Sie ist es, die dem
zunächst noch formlosen Stoff erst das Sein gibt. Es ist also nicht die
Materie, sondern die Gestaltung, dieses gedankliche Bild, Griechisch Eidos,
oder eidolon, der eigentliche Ursprung, nichts stoffliches, sondern
ein Geistiges. Hierin sieht Heraklit
einen vom Gesetz des Geistes (Logos)
durchwalteten Prozess ständigen Werdens. Die Zahl
Sieben vereinigt die Drei und die Vier, sie vereinigt das Göttliche und das
Irdische. Sie ist die Zahl der Himmel. Sie vereinigt Mikrokosmos und
Makrokosmos und symbolisiert die Göttliche Ordnung. Die Sieben ist ein
Zeichen der Ganzheit und umfasst Zeit und Raum. Sie ist das Symbol des Ewigen
Lebens und im Chinesischen Qi für die Sieben steht sie seit den Zeiten
der Urmutter für die Frau. In der Kabbala
ist die siebte Sephirah die Netzach, der Sieg. Die Mondpflanze, der
Lateinische Name ist Asclepias Acida, ist dem Nachtgestirne geweiht
und ist ein wichtiges magisches Mittel. Der Milchsaft ist scharf reizend,
säuerlich-bitter und schmeckt adstringierend, zusammenziehend. Soma ist das
Medium der Unsterblichkeit, die Essenz aller
Nahrung, der Trank der Drei Bethen und besitzt
narkotische sowie beruhigende Eigenschaften. Die Gewinnung der Essenz
aus dem Milchsaft erfolgt unter Achtung feierlicher Riten, während man die
überlieferten Beschwörungsformeln ausspricht. Soma ist notwendig bei heiligen
Opfern und verschafft ekstatische Visionen. Soma führt bei
richtiger, also sparsam dosierter Anwendung zur Erlangung der Kraft des Weges
der Zweiten Wirklichkeit. Die Sonne, lateinisch sol,
ist in der Überlieferung seit Jahrtausenden das Symbol für die Gottheit, das
Zeichen für Wärme und Licht, das Leben in Glanz und Fülle, Sinnbild der
Ganzheit ohne Anfang und Ende, die göttliche Vollständigkeit. Die Sonne ist
die Erschafferin und Bewahrerin des Lebens, ihre spirituelle Energie ist
männlicher Natur bei vielen Völkern, aber weiblich bei Völkern Afrikas,
Nordamerikas, Ozeaniens, Japans und Germaniens. Ihre Kraft speist alle
Intelligenz und schafft Erleuchtung. Die Fahrt der
Götter wird im Sonnenwagen vorgenommen, es ist die überlieferte Sternenreise.
In der Alchemie ist die Sonne
das Symbol für den Intellekt und für das edle Gold, ihr Zeichen entstammt den
Aegyptischen Hieroglyphen. In der Kabbala
gibt es auch die Überlieferung des schwarzen Urlichtes. Von ihm spricht auch
die Weisheit der Indianer Nordamerikas. Die Schwarze Sonne symbolisiert die prima
materia, den Tod, das Ende der Welt und die Wiedergeburt der Schöpfung. Die Sonnengottheit gibt
es männlich, etwa als Schammasch oder weiblich als Wuru Schemu.
In der Stadt Arinna befindet sich der Tempel der obersten
Sonnengöttin. Die Scheidekunst
genannte Spagyrik ist seit 1777 Teil der Alchimie, sie ist bei Paracelsus der wichtigste Grundsatz der magischen Heilmittelzubereitung.
Das Wort kommt vom griechischen Wort für Trennen, es meint die
wesentliche Arzneiwirkung der Droge von den Schlacken
der Nebenwirkungen zu befreien, und Wiedervereinigen, nämlich durch
Mischung der abgetrennten Wirkprinzipien eine Wirkungssteigerung zu erzielen. Stein der Weisen Stein der Weisen,
lateinisch Lapis philosophorum, in der Alchimie, der Vorläuferin der
Chemie, seit der Spätantike die Bezeichnung für die wichtigste flüssige oder
feste Substanz der Spagyrik, sie sollte die unedlen
Metalle, besonders Quecksilber, Kupfer oder Blei, in Gold und Silber verwandeln können und in verdünnter Lösung,
einem Elixier, verjüngend und heilend wirken. Man
nennt den Stein der Weisen auch Lapis philosophorum. Der
Chemiker H. Spindler meint, dass es die Nitrolsäure war, die in den Pflanzen
bei der Energie-Aufnahme wirkt. Er ist der Ansicht, dass diese Substanz von
den Alchimisten gesucht wird, mit deren Hilfe sie die ihnen zugeschriebenen
Substanzverwandlungen durchführen können. Der Tod hat das Attribut
der Sense, er ist der Schnitter, der allen Seelen den Lebensfaden
abschneidet. Er ist der Bruder der Zeit, in der Griechischen Mythologie heißt
er Chronos, Hüter der Zeit, und Gott der Bauern, deshalb wird er oft mit
einer Sichel dargestellt. Die Sterblichkeit aber bedingt erst die Möglichkeit
der Wiedergeburt, so ist das Gerippe mit der Sense auch ein Zeichen des
Memento mori. Das andere Symbol des Todes, der Totenschädel, ist in der Alchemie das Zeichen für die Umwandlung der prima
materia in andere, edle Metalle. Die syrischen Baale
(Herren) waren in der chaldäischen Religion Sternengötter, wie auch der
römische Mithras zu den siderischen Gottheiten gerechnet
werden muss. Im Germanischen Raum ist
Svantewit, das ist Schwanenweiß, als Sternengottheit erkennbar an der
Art der Abbildung als viergesichtiger Gott mit klar erkennbaren
Dreieckstrukturen im stark stilisierten Gesicht. Die Zahl Drei und die Vier
sind zusammen die Göttliche Sieben, die Zahl der Himmel. Der andere Himmelsgott
Germaniens ist Widar, Odins Sohn, der den Fenriswolf mit einer
Lanze tötet. Von der Arianischen Religion wurden seine Heiligtümer in
Michaelskirchen umgewandelt. Die Lichter der Nacht zeigen die Gegenwart des Göttlichen,
schenken spirituelle Kraft und verleihen Erleuchtung, sie sind personifiziert
in Himmelsgöttinnen. Ischtar hat als Attribut den achtstrahligen Stern, Maria
wird als Stella Maris bezeichnet und trägt wie die phönizische Astarte,
die Aegyptische Isis eine Sternenkrone zum nachtblauen und
Energie-roten Mantel. In der Kabbala hat jede Seele ihren
eigenen Stern, die Sterne sind oft die Seelen der Toten. Der Nordstern ist
einer der Endpunkte der axis mundi, der Weltenachse, die durch den
Mittelpunkt der Erde führt und im Zeltpfosten des Schamanen symbolisiert
wird. Die Lichter der Nacht. Die Überlieferung spricht von vier
Wirklichkeiten, welche die Ganzheit der Schöpfung umfassen. Die Evolution
ging von den Gedanken über das Wort bis zur konkreten Welt der Materie, der
Welt des menschlichen Schaffens und Erlebens zur Erfüllung von Zeit und Raum. Die Vierheit als Symbol kommt immer wieder vor. Der vierfach geteilte Kreis als Symbol der Welt. Der achtfach geteilte Kreis als Zeichen der Sonnenkraft. Der zwölfmal geteilte Kreis der Babylonier, die ihre
Götter in den Sternenhimmel erhoben. Diesen Bildern, die aufsteigen aus den Tiefen der Seele,
entsprechen die Sternbilder, die der Mensch als Lichter der Nacht am
Himmelszelt erblickt. Sie durchdringen die Finsternis und symbolisieren das
Geistige im Lichte der oberen Mächte. Nach dem Glauben der Alten ist jeder Stern von seinem eigenen
Engel behütet. So ist auch jedes der Sternzeichen ein Ausdruck der Persönlichkeit,
der geistigen Strahlkraft des jeweiligen Sternzeichens im Weg zu unserer
Zukunft, ganz im Hier und doch nicht ganz von dieser Welt. Die Lichter der Nacht, die Sterne, sind die Zeichen in den
Himmeln. Das erste dieser Zeichen ist der Rote Stier, mit ihm beginnt der
akkadische Sternenreigen. Der Stier ist Agni, der Gott des Feuers. Zusammen
mit der Roten Kuh, dem Symbol der Erde, verkörpert er die Zwei Welten. Diese
Einheit von Himmel und Erde ist symbolisiert im Zeichen des Ankh. Abgestufte
Steinpyramiden finden sich rings um den Erdball in allen Kulturen.
Sonderformen sind die Alt-Aegyptischen Ziqqurrat,
die chinesischen Stupas und die tibetischen Chörten, in Mexiko etwa Xochicalco. Die Stupa ist die
chinesische Sonderform der Stufenpyramide. Sehr
ähnlich sind die tibetischen Chörten. Bei den Stupas
handelt es sich um Symbole, die aus einfachen Grabhügeln hervorgegangen sind.
Sie markieren heilige Stätten. T
Lateinisch überschreitend,
die Grenzen des Bewusstseins hinter sich lassend, zur Zweiten
Welt gelangend. Man lässt die Welt und die Wirklichkeit hinter sich, dies
wohnt allem Seienden inne und darum gelangt man beim Herausgehen über die
Grenzen der jeweils gegebenen Weltgegebenheiten zur Erhellung. Dieser Gedanke
geht letztlich auf Platons Lehre des über alles hinausreichenden Guten zurück
und verweist auf die Jenseitigkeit Gottes. Der die raumzeitliche,
sinnlich erfassbare Welt übersteigende Bereich. Diese zweite Welt ist logisch
früher und ontologisch seinsmächtiger. Die Transzendenz hat zu dieser Welt
einen sinnstiftenden Bezug und kann von uns erkannt werden. Terebinthe, eine
Pistazienart, aus der das Terpentin gewonnen wird. Die Seherinnen der Alten
Akkadier saßen mit Vorliebe unter den Heiligen Bäumen, den Terebinthen. Viele
Pflanzen sind wohlriechend und verleihen Wohlbefinden und geistige Kraft. Die
Heilenden Kräfte der Düfte kommen aus den wirksamen Inhaltsstoffen, den
Ätherischen Ölen. Näheres findet sich in dem
Buche
von H. M. Schemske, Die Heilenden Kräfte der Düfte, Bohmeier
Verlag, Lübeck, Erste Auflage 2002, ISBN 3-89094-359-4 U
Die Überlieferung
spricht von der Möglichkeit, Unsterblichkeit zu erlangen. In der Akkadischen
Stadt Eridu, dem Kultort des Ea am Euphrat, in der Nähe des Persischen Golfes
lebte einst der Held Adapa, der bei einer Fahrt durch die Atmosphäre in
Lebensgefahr geraten war. Er überlistete die Dämonen Dumuzi und Gischzida,
die Torhüter, und reiste durch das Universum. Der Held Adapa hatte vom Gott
Ea den Rat erhalten, auf einer Raumfahrt keine Nahrung zu sich zu nehmen,
lehnte die ihm angebotene Speise der Unsterblichkeit, das Soma
ab und versäumte die einmalige Gelegenheit für die gesamte Menschheit. Der Text dieses Mythos
befindet sich auf einigen Tafeln aus der Bibliothek des Assurbanipal (668-627
v. Chr.). V
Die Zahl
Vier ist dem Quadrat entsprechend die Zahl des Raumes, der vier Winde, der
vier Himmelsrichtungen und der vier Jahreszeiten. In ihr ist Ordnung,
Rationalität und Symmetrie. Sie entspricht aber auch den vier Mondphasen, der
Erde selbst und den vier Elementen. In der Kabbala
ist die vierte Sephirah die Chesed, die Gnade. Das Wort kommt von
Mittelhochdeutsch visiune Traumbild, das Lateinische Wort visio
bedeutet Erscheinung. Das Zweite Gesicht hat der Eingeweihte als Gabe
bekommen. Es ist auch oft gleichzeitig seine Aufgabe. Die Gefahr der
Versuchung kann jeden einmal bedrohen, dann kämpfen der persönliche Schutzengel des Menschen und satanische Dämonen um die
gefährdete Seele. Es geht hier nicht nur um religiöse Themen, sondern ganz
real um kurzfristige Vorteile, die uns verlockend erscheinen, aber um deren
Erringen das wahre Selbst vom Wege abkommen würde. W
Heilendes Wasser kannten
die Alten aus Hunderten von ähnlich oder gar gleich aussehenden Quellen heraus.
Heilende Quellen schmecken auch nicht anders als normale Quellen, und
chemisch ist das Wasser aus heilenden Quellen nicht zu unterscheiden von
anderem Wasser. Was man bei einigen heilenden Quellen heute feststellen kann,
ist eine leicht erhöhte Radioaktivität. Es ist nicht bekannt, wie Menschen
vergangener Jahrhunderte solch einen geringen Unterschied zu normalem Wasser
herausfinden konnten. Wasser ist neben anderen
Mitteln wie der Ysop-Pflanze oder dem Weihrauch
das eigentliche Medium zur Erlangung der Rituellen Reinheit. Die uralte
Mysterienpflanze übt eine nicht in die physische Welt gerichtete Wirkung aus.
Das Pflanzenharz wird in kultischen Handlungen, von denen manche Weihehandlungen
sind, angewendet; Weihrauch schützt und ummantelt auch die Mysterien selbst.
In der Akkadischen Überlieferung ist er erwähnt. Fremdes Räucherwerk durfte
nicht verwendet werden. Weihrauch hat den Lateinischen Namen Boswellia
Carteri, aber auch Commiphorenarten wie die Myrrhe aus der Familie der
Burseraceae sowie die mit dreizähligen Blättern versehenen bäumchenartigen
Balsamodendron-Arten gehören zu den Pflanzen, die als Weihrauch verwendet
werden. Weihrauch wird auch
Olibanum genannt, das Wort kommt von Olium Libanum, Libanonöl. Die englische
Bezeichnung Frankincense kommt aus dem Altfranzösischen und heißt Echter
Weihrauch. Nach der Überlieferung kam vor über 5000 Jahren aus dem Lande Punt das Räucherwerk nach Ägypten. Dort fand es auch
Verwendung in der Schönheitspflege der Lebenden und zur Erhaltung der
Lebenskraft der Seele der Toten. Der Weihrauch ist
heilig, somit wird auch bei den Sammlern rituelle Reinheit vorausgesetzt. Das Harz der
Weihrauchpflanze wurde schon vor aller schriftlicher Überlieferung zu
sakralen Zwecken verbrannt, dies wird bis heute in vielen religiösen
Traditionen getreu weitergeführt. Die Inhaltsstoffe sind
Harze, 1-Pinen, Phellandren, Terpene (Camphen, Dipenten, Alpha- und Beta-
Pinen) und Terpenalkohole (Olibanol). Weihrauch wirkt
beruhigend, wärmend, gut für die Atemwege, gedankenvertiefend, gegen
Depression und Ängste, reinigend für die Luft und die geistige Atmosphäre.
Weihrauch öffnet uns für das Licht des Kosmos. Auch heute noch ist Weihrauch,
vor allem in bereits gemahlener Form der Harzperlen, zur direkten Verwendung
auf glühender Kohle, ein Agens von hoher Kostbarkeit. Weihrauch hat sublime
Wirkung. Vor allem die Chakren der Fußsohlen (Erdung), der Hände (Beten,
Segnen) und der Kopfoberseite (Öffnung zum Kosmos) werden durch Salbung mit
Weihrauch gereinigt, befreit und zu ihrer Bestimmung vorbereitet. In der Überlieferung
der Alten wurde Rosenöl zusammen mit Weihrauch für die Salbung der Steine und
des Steinkreises verwendet. Über das Ätherische
Öl Weihrauch findet sich Näheres in dem Buche von
H. M. Schemske, Die Heilenden Kräfte der Düfte, Bohmeier Verlag,
Lübeck, Erste Auflage 2002, ISBN 3-89094-359-4 Die Linien, welche
Schlangen im Sande hinterlassen, das Brechen der Wellen am Ufer, die
Windungen der Pflanzen, die Wege der Menschheit und des Schicksals sind die
Zeichen der Viriditas, der Lebenskraft selbst. Wellenmuster sind
Symbole der Zwei Welten. Weise Frau Heilende Kräfte der
Pflanzen waren den Weisen Frauen bekannt, aber auch die
bewusstseinserweiternden Wirkungen hallizunogener Zubereitungen magischer
Rezepte. Sie sammelten die Wirkdrogen im Lichte des Mondes und der Sterne, im
Bewusstsein der überlieferten Weisheit der Urmütter. Gelangen ihnen
Heilungen, wurden sie verehrt, scheiterten sie, brandmarkte man sie als
Hexen. X
Xerxes
Persischer König des
Altertums, zerstörte den berühmten Marduktempel Esagila, den er Götzenstall
schmähte, er unterwarf 480 v. Chr. das aufständische Aegypten und wurde in
der Bibel Ahasverus genannt. Das Buch Esther gibt eine
treffende Charakterbeschreibung. König von Schuruppak in
Babylonien, auf Akkadisch Utnapstim, „das Leben ferner Tage“
genannt, war der Held der keilschriftlich überlieferten Sintflut-Katastrophe,
die in Akkadischer Sprache im Mythos von Atrachis und im Gilgamesch-Epos, 11.
Tafel, erhalten ist. Xochicalco
Das Wort bedeutet in der
Sprache der Nahuatl Ort des Blumenhauses und ist eine Ruinenstätte im
Hochland von Mexiko, südwestlich von Cuernavaca. Das Heiligtum wurde von den
Tolteken zerstört. Wer die Erbauer waren, ist unbekannt. Das Heiligtum Xochicalco
ist eine Stufenpyramide und die Steinplatten an
der unteren Böschung sind ringsum bedeckt mit Flachreliefs, auf denen gefiederte Schlangen dargestellt sind. Y
Heilende und pflegende
Pflanze aus der Familie der Laminaceae, der Lippenblütler. Der Lateinische
Name ist Hyssopus officinalis. Das getrocknete Ysopkraut hat einen würzigen Geruch
und einen bitteren Geschmack. Die Inhaltsstoffe sind
die Ketone Pinocamphon, Pinen und Chemphen, einige Gerbstoffe, die
Flavonglykoside Diosmin und Hesperidin, der Farbstoff Hyssopin und andere
Substanzen. Aus der Droge wird ein
ätherisches Öl gewonnen, es findet Verwendung in der pharmazeutischen
Industrie und als Grundstoff für Liköre. Der Tee aus den
getrockneten Pflanzenteilen hilft bei Entzündungen der Harnwege, chronischem
Bronchialkatarrh, Asthma und bei schmerzhafter Menstruation. Das getrocknete Kraut
ist hilfreich bei übermäßiger Schweißabsonderung und Nachtschweiß. In der Küche ist Ysop
als Gewürz dienlich. In der Überlieferung ist
Ysop die Pflanze der rituellen Reinigung. Z
Eine Zahl kann sowohl
einen arithmetischen Sinn haben als auch symbolisch gemeint sein. Gott ist
es, der den Sternen die Zahl bestimmt und sie alle (!) mit Namen ruft (Psalm
147,4). Der Zusammenhang der Zahlen mit der Musik wurde früh in der
Geschichte der Menschheit erkannt. Den klanglichen Wohllaut gespannter
Saiten, deren Länge sich wie 6:4:3 verhalten, und einen Ton, seine Quinte
und seine Oktave auf eine exakte Zahl zurück zu führen, war wohl
entscheidend für die pythagoräische Philosophie. Diese jedoch gründet auf
älteres, überliefertes Wissen. Seit der Urzeit ist die Drei der Erdgöttin in
Gestalt der Mondgöttin, auch der Muttergottheit,
ja allem Weiblichen, Zahl; während die Vier dem Weltkreis, dem Begriff des
Ortes, also dem Mittelpunkt der Welt, und der Sonnengottheit
heilig ist. Beides zusammen ergibt die Sieben, die Zahl der Himmel. Die Eins
ist die Einheit, das Eins-Sein und das Erste. Es ist die Beziehung zu Gott. Die Eins ist der
Ursprung der Zahlenreihe, daher der Ursprung von allem. Die Eins ist die Zahl
Gottes, aber auch die des Ich. Mit der Zwei hat die Vielheit begonnen, die
Zwei ist bereits das Du, und ent-zweien ist die Trennung. Den göttlichen
Urkreis ein-teilen, in Tag und Nacht trennen, ist auch ein zu-teilen. Die
daraus entstehende Zwei ist das Gegenüber eines Lebendigen, eines Wesens, und
die folgende Gegenüberstellung in verschiedenen Sprachen soll das Gesagte
verdeutlichen: Sprache Du Zwei
Sanskrit tvam dvan Latein tu duo Litauisch tu du Englisch thou
*) two *) Thou = du, You = Sie Die Zahlen ergeben in
der Musik die Intervalle, es entsteht die himmlische Musik, die beim Umlauf
der Planetengötter erklingt. Es ist die Harmonie der Sphären. In den
Verhältnissen der Planetenbahnen erblickt man den Goldenen
Schnitt, dem man besonders häufig auch in den Proportionen des
menschlichen Körpers begegnet. Mit der Zwei und der Eins ist die Vielheit
Wirklichkeit geworden, die Drei wird denkbar. Die Zwei ist noch die ist die
kleinste Gemeinschaft, Beziehung. Die Drei ist bereits die Vollendung der
Beziehung, sie ist die beseelte Gemeinschaft, das Elternpaar mit dem ersten
Kind, die göttliche Dreiheit. Die Drei steht in besonderer Beziehung zu Gott.
Aber auch der Mensch ist
vollständig, er besteht aus der Dreiheit Geist, Seele, Körper. Die Vier ist
die Strukturzahl der Welt. Als Geheimwissen galt die erstmalige Erkenntnis,
wie es die ersten Höhlenmaler in ihren Zahlzeichen dokumentieren, dass die
drei Mondphasen durch die vierte, verborgene (okkulte) Neumondphase, das
erste Tabu, zur Vollkommenheit ergänzen. Dem entsprechen die vier
Lebensalterstufen, Kindheit, Jugend, Vollkraft, Alter. Das Wasser mit der
Beziehung zur Drei und mit der Farbe Silber des Mondes ist in den vier
Quellen des Paradieses ebenfalls erhöht zur Vollkommenheit der Vier, nämlich
der vier Paradiesströme. Die Fünf ist die Zahl
des Menschen. Es ist die Kraft seiner
fünf Finger, der geballten Faust, aber auch der segnenden sowie den Segen aus
den Himmeln empfangenden beiden Hände. Hier ist die Zehn, die göttliche Zahl.
In vier Stufen gelangt man von der Eins zur Zehn, wenn man die Zahlpunkte als
Pyramide aufschichtet. Dies sind die vier Stufen der Einweihung, wie sie in
den heiligen Höhlen des prähistorischen Menschen vollzogen wurden. Die Sechs
ist die Zahl des Krieges, des Wirkens, der Unruhe, sie ist mit den Mysterien
und in der Reihung als 666 sieht sie in der Schreibweise der Römer so aus: D = 500 C = 100 L = 50 X = 10 V = 5 I =
1
666 Die Sieben ist die
heilige und vollkommene Zahl, das erfüllte Ganze in seiner Vollkommenheit, es
ist die Drei und die Vier in heiliger Gemeinschaft. Sonne und Mond haben die
Aufgabe, Tag und Nacht zu scheiden, sowie Tag, Monat und Jahr abzugrenzen,
nicht jeweils für sich, sondern beide gemeinsam. Das Zeichen dafür ist der
Regenbogen, seine sieben Farben bringen Gott, die Drei, mit der Welt, der
Vier, in Verbindung. Die Gematria ist die Geheimüberlieferung der Zahlenwerte
der Buchstaben. Es ist die Überlieferung der Alten Hebräer, einige Beispiele
sind hier der hebräischen Sprache entlehnt: Der Zahlenwert der
Buchstaben der Worte Messias ist 358, ebenso der des Wortes Schlange. Die Zahlenwerte der
Worte Satan und Shaitan sind ebenfalls gleich. Die Zahlenwerte des Wortes
Schlange, nachasch, kann man
lesen als 50, 8 300 ebenso wie die des Wortes nechoscheth, Kupfer, 50, 8,
300, 400 und eine ähnliche Struktur hat Moses’ kupferne Schlange thaw,
nämlich 400 als das Symbol des Unbewussten, der feurigen Kraft des Inneren. Die Zahlzeichen der
Alchemisten sind selbst Ursprung, dabei das grundsätzlich Andere, sie sind
die Totalität, die Proportion, und die Vielheit der Harmonie. Die Zahl selbst
ist Form, Eidos (griechisch eidos = Bild), Gestalt, und dabei hat die Zahl
immer eine einheitliche Gesamtgestalt, ist nicht nur unsere Anzahl.
Keineswegs sind die Zahlzeichen der Alchemisten nur beliebige Zahlen. Am Anfang der Kultur war
die Zahl Geheimnis, Kult, Gegenstand der Verehrung, ja selbst ein Gott. Im
Traum kam dem prähistorischen Menschen die Gottheit, wie eine plastische
Figur, mithilfe der Phantasie und der Vorstellungskraft, die beide ja etwas Verschiedenes sind,
redet sie uns an, indem wir sie anschauen. Der Zauberstab ist in
der Überlieferung der alten Akkadier aus dem Zweig der Myrte gefertigt. Mit
ihm wurde Wasser aus Felsen geschlagen, es konnten aber auch Quellen geheilt
werden. Bereits aus neolithischer Zeit ist die Quelle Ain-es-Sultan bei
Jericho bekannt, sie wurde von Elisa mit folgendem Spruch geheilt: „So
spricht der Herr, ich mache dieses Wasser gesund, es soll davon künftig weder
Tod noch Fehlgeburt kommen!“ Und er warf das Salz hinein und schwang seinen
Stab darüber hin. Der Zauberstab kann aus
dem Holz des Myrtenbaumes gefertigt sein, es gibt aber auch eine etwa
fünfzehntausend Jahre alte Geheimrezeptur, mit deren Hilfe ein Zauberstab aus
bestem Stahl hergestellt werden kann. Schriftlich überliefert ist uns dieses
Rezept nicht, und es können hier auch keine Hinweise gegeben werden. Aus
normalem, weichem Schmiedeeisen einen kohlenstoffreichen, gehärteten Stahl zu
machen, ist geheimes Wissen der weisen Schmiede der Alten. Die überlieferte
Form eines Zauberstabes ist die eines geraden Stabes mit einer im Durchmesser
nur etwa doppelt so großen Kugel an einem Ende. Zauberstab-Objekt
über 15.000 Jahre alt Ich meine, dass die
Menschen schon immer Jäger und Sammler waren. Da es Meteore gibt, fallen
diese manchmal auf die Erde. Meteoreisen ist nahezu rein, denn durch den
Reibungsprozess, der beim Fallen durch die Atmosphäre entsteht, wird das
Eisen so hoch erhitzt, dass es von sämtlichen Beimischungen befreit wird.
Solches Eisen ist kein von Menschenhand hergestellter Stahl, sondern das in
der Überlieferung bekannte Sternenmetall, aus dem auch die Sagenschwerter
der Alten geschmiedet wurden. Diese Überlieferung
kannten auch noch die Schmiede von Damaskus, welche den Damaszenerstahl
herstellten. Noch heute ist diese Art der Eisenbearbeitung bekannt, sie
zeichnet sich durch die charakteristischen Lagen des Metalles aus, die der
Klinge das unverwechselbare Gepräge geben. In Mekka befand sich einst die
bekannte Stele aus rostfreiem Eisen, die jetzt in Indien steht, über deren
himmlische Herkunft die Alten noch gut Bescheid wussten, und so manches
feine Werkzeug aus diesem einem feinen Stahl ähnlichen, unübertrefflich
haltbaren Sterneneisen ist wohl bei vielen Menschen im Gebrauch, oft ohne
dass diese von der Art und Herkunft ihres außerirdischen Stückes auch nur das
Geringste ahnen. Eine Datumsbestimmung
ergibt das Alter des Roheisens, und nicht etwa den Zeitpunkt der Bearbeitung
durch den Menschen. Lediglich das Alter der sie umgebenden Bodenschicht
könnte zur Zeitbestimmung herangezogen werden. Weil die Raster zur
Zeitbestimmung je nach Fakultät differieren, kommen somit Differenzen im
angenommenen Alter des gefundenen Gegenstandes zustande. Um diesen
Sachverhalt auf den Punkt zu bringen: Der Zauberstab kann
nicht nur 15 000, sondern sehr wohl 30 000 Jahre alt sein. Wenn er von
Steinzeitmenschen gefunden wurde, die das Roheisen von den Sternenweiten in
der von ihren Vätern überlieferten Art bearbeitet hatten, und diese dann vom
Weisen zum Adepten weiter vererbt hatten, dann gerät der Zauberstab auf ganz
natürliche Art und Weise in eine Schicht, bei der sämtliche anderen
Artefakte in der Nähe und in derselben Tiefe im Boden liegen, wie sie eben in
einer Schicht, deren Alter 3000 Jahre beträgt, vorhanden sind. Im ersten
Ansehen ergäbe sich dann, oberflächlich betrachtet, für den Zauberstab ein
Alter von ebenfalls etwa 3000 Jahren. Unternimmt man aber eine
C14-Bestimmung, so ist keine irgendwie geartete Zeitbestimmung möglich, denn
beim Sterneneisen handelt es sich nicht um eine auf dem Planeten Erde
vorkommende Art des Eisens. Bei diesem 50 Zentimeter langen Gegenstand in
Form eines Stabes mit rundem Kopf, der trotz seines hohen Alters keine
Rostspuren zeigt, handelt es sich um einen heiligen Gegenstand, den der
Schamane als die Axis Mundi, die Achse, um die sich die Welt dreht, die gedachte
Linie, die von der Mitte der Welt bis zum Drehpunkt, dem Polarstern, zeigt,
und auf der anderen Seite tief in die Erde selbst reicht, und darüber hinaus,
denn jede Achse hat zwei Enden. So ist jedes Zelt eines nomadischen Schamanen
die Mitte der Welt, und die Zeltstange ist oft reichlich verziert und hat
magische Bedeutung. Diese Mitte der Welt ist
noch heute in fast jedem Kirchendach zu sehen, in Form des Rhombus mit dem
Mittelpunkt, der oft von verschiedenfarbigen Ziegeln auf dem Kirchendach als
fortlaufendes Muster gebildet wird. Das vom Himmel gefallene
Eisen ist an sich heilig, und die Form als axis mundi macht es doppelt
heilig. Es ist ein weiterer Hinweis darauf, dass es zwei
Welten gibt, denn der Stab zeigt auf die obere Welt. Dies macht auch die
kugelige Endung der einen Seite des Stabes klar, denn diese symbolisiert den
Anfang, während das andere Ende in die obere, zweite Welt weist. Noch heute gebräuchliche
Formen solch eines symbolischen Gegenstandes sind die Szepter, von denen
eines die Königin Elisabeth von England bei ihrer Krönung im Jahre 1951 in
der Hand gehalten hat, oder ein beliebiger Bischofsstabes, bei dem lediglich
das Ende im Laufe der Zeiten eine andere Form, nämlich die der Spirale,
angenommen hat. Auch bei dem Doppelbegriff des Stabes und des Stockes
Gottes, auf Englisch „Thy rod and thy staff“ handelt es sich um eben
diese zwei Stäbe voll symbolischer Kraft, Stärke und Gewalt. Die Zeichen der
Alchemisten sind Symbole für Substanzen, wie h für den Stein
der Weisen. Die Zahl
Zehn ist die Verbindung der Zahl Eins des Göttlichen mit der Null, dem
Potential der Schöpfungswirksamkeit und steht für geistige Vollkommenheit und
die Rückkehr zur Einheit, des neuen Anfangs. Sie enthält alle vorangehenden
Zahlen und ist seit prähistorischen Zeiten eine kosmische Zahl. Die Zehn
repräsentiert die Göttliche Macht. In der Kabbala
ist die zehnte Sephirah die Malkuth, die Kuh, das Königreich, Symbol
für das Denken und Handeln. Die Ziqqurrat, das Wort
kommt von Akkadisch Tempelturm, sind Stufenpyramiden,
die sich aus einfachen Grabhügeln, übergehend zu Hochterrassen, zu
Hochtempeln entwickelt haben. Neben ihnen sind meist Tieftempel erbaut. Die
Ziqqurrat bestehen im Inneren aus ungebrannten Ziegeln mit einer Außenhaut
aus gebrannten Ziegeln, die später auch mit emaillierten Ziegeln verkleidet
wurde. Die Zahl der Stufen beträgt Fünf oder Sieben. Der Überlieferung nach
lässt sich die Wuru Schemu, die Sonnengöttin von Arinna
auf der Spitze des Bauwerkes nieder, und ihre Priesterin verbringt dort zu
einer bestimmten Zeit eine Nacht, um ihre Ankunft zu erwarten. Die Ziqqurrat von
Babylon wurde unter Nebukadnezar dem Zweiten, der von 605 bis 562 v. Chr.
herrschte, erbaut. Sie maß etwa 90 m an jeder Seite und hatte 5 Stufen, war
mit emaillierten Ziegeln in einem leuchtenden Blau verkleidet und etwa 90 m
hoch. Sie gilt als eines der 7 Weltwunder, und ihre Geschichte wird in der
Bibel als der Bau des Turmes zu Babel erzählt. Zwei Die Zahl
Zwei ist die Ausgeglichenheit, die Urbeziehung und das Fließen der Zeit. Sie
ist das Symbol für den Dualismus der zwei entgegengesetzten Kräfte, die den
Kosmos bestimmen, die sich bekämpfen, aber auch ergänzen. Die Zwei ist sehr
ambivalent, sie ist androgyn, sie entspricht dem Sternzeichen der Zwillinge
und dem weiblichen Prinzip. Beide Hälften von ihr müssen ausgewogen sein, um
Disharmonie zu vermeiden. In der Kabbala
ist die Zweite Sephirah Chokmah, die Weisheit. Zwei Welten
Die Vorstellung dass die
Welt mehr sei als wir sehen können, ist so alt wie die Menschheit selbst. Die
eingeborene Religiosität der Seele lässt uns die Durchdringung der
verschiedenen Wirklichkeiten erfahren als eine lebendige Ganzheit der
Schöpfung. Es gibt keine Spaltung
von Himmel und Erde, oben und unten sind eins, sie sind die zwei Seiten der
Wirklichkeit. Der Suchende strebt nach
dem Licht, der Wärme und dem Leben der Ganzheit. Nachwort Symbole sind eine
universelle Sprache, sie kommen ohne Worte zu einem Verständnis, das intuitiv
und assoziativ eine Reihe von Vorstellungen auslösen kann, Symbole können Informationen
weitergeben und Emotionen hervorrufen. Magie ist eine
Weltanschauung, Magie ist eine Form der Religion, und in jeder Religion ist
auch das Gedankengut der Magie enthalten. So sind die magischen Symbole
Gemeingut und Grundlage der Vorstellungswelt der gesamten Menschheit. Symbole überwinden
Barrieren jeglicher Art, die Zeitschranke wird ebenso mühelos überwunden wie
Kontinente oder Kulturen. Was aber sind wahre Symbole, und was sind lediglich
Zeichen? Zeichen
sind meistens von Menschen gemachte Bilder, sie sind denotativ, stellen einen
Gegenstand dar oder eine Richtung. Sie beschreiben etwas auf direktem Wege.
Das lateinische Wort signum heißt Zeichen. Diese müssen meistens
gelernt werden, wie als Beispiel ein Verkehrszeichen gelernt werden muss,
denn nicht unbedingt geht es aus einem auf der Spitze stehendem Quadrat, weiß
mit gelbem Rand direkt hervor, dass man hier auf einer Vorfahrtstraße ist. Die
wahren Symbole aber sind vorgefunden, und eine Deutung allein kann niemals
ihr komplexes Geheimnis erschließen. So lassen Märchen je nach Alter des
Lesenden verschiedene Deutungen zu. Alle Geheimnisse eines Symboles werden auch nach vielen Deutungen nicht
restlos erklärt sein. Aus dem griechischen
Wort sumbolon für Erkennungszeichen entstand das lateinische Wort symbolum,
Zeichen. Die Worte Symbol und Zeichen sind eigentlich nicht austauschbar, im
allgemeinen Sprachgebrauch werden sie aber oft durcheinandergeworfen. Bei den frühen
Abbildungen der Menschheit, den Stein- oder Löß-Ritzungen im Altpaläolithikum
oder den Knochenritzungen im Jungpaläolithikum, sowie bei den
Höhlenmalereien des Menschen im Palöolithikum und in den Religionen, den
Mythen und den Märchen der Völker sind die ersten echten Symbole verwendet
worden. Manche von ihnen sind
heute noch zu entschlüsseln, andere sind durch die Veränderung der Kultur und
das Aussterben ganzer Rassen, der Neandertaler ist ja nicht einmal mehr in
unseren Genen nachzuweisen, verloren gegangen. Bereits die frühen
Menschen verwendeten Symbole wie den Punkt, die Gerade, die parallelen
Linien, das Kreuz, den Kreis, den viergeteilten Kreis, die Spirale, das sind
alles Formen, die bis heute symbolische Bedeutung tragen. Es sind Bemühungen, den
Sinn im menschlichen Leben zu finden, es zu erklären und es den Nachkommen zu
übermitteln. Es entstand eine erste Religion, die wie alle Religionen durch
Erscheinungen offenbart wurde. So sind denn die Symbole zwar in der Natur
vorgefunden worden, aber auch in der Vorstellung des frühen Menschen
entstanden, durch Eingebung, durch Inspiration. Die lebendige Kette der
Überlieferung besteht bis heute, die mentale Kraft der Geistigen Mentoren ist
die Gegenwart leuchtender und liebender Wesenheiten. Um in die umfangreiche
und komplexe Welt der Magischen Symbole ein wenig Ordnung zu bringen, habe
ich die alphabetische Reihenfolge gewählt. Dennoch kann man dieses Lexikon
mit Gewinn wie einen Roman von vorne bis zum Ende hin durchlesen, oder
einfach darin blättern. Die Leser und Leserinnen
sind gerne eingeladen, mir E-Mail
mit Fragen, Kritik, Anregungen oder Wünschen zu weiteren Eintragungen zu
senden.
H. M. Schemske
updated: 19 / 12 / 2008 |